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Iserlohn.
Die Städtische Galerie und die Volkshochschule Iserlohn laden am Mittwoch, 8. März, um 19.30 Uhr zu einer kunsthistorischen Führung durch die Ausstellung "Alfons Lütkoff - Ein Iserlohner Maler" in die Städtische Galerie, Theodor-Heuss-Ring 24, ein.
Die vielbeachtete Retrospektive des lange Zeit vergessenen Iserlohner Malers ist bislang auf ein großes Interesse gestoßen. Lütkoff, 1905 in Iserlohn geboren, gehörte zu jener verlorenen Generation, deren Biografie von NS-Zeit und Krieg geprägt wurde. Unter dem Pseudonym Stefan Lagher schuf der Künstler während der dreißiger Jahre erstaunlich moderne Gemälde, die unter dem prägenden Einfluss der französischen Avantgarde standen. Künstler wie Picasso, Miró, Braque und Ernst dienten ihm als Vorbild. Im eigenen Land galt seine Kunst offiziell als entartet. Die Iserlohner Ausstellung, die in Kooperation mit dem Museumsverbund Nordfriesland entstanden ist, würdigt Alfons Lütkoff erstmalig retrospektiv.
Im Mittelpunkt der Führung mit Galerie-Leiter Rainer Danne steht die künstlerische Entwicklung Lütkoffs von den frühen Arbeiten im Stile der "Neuen Sachlichkeit" bis zu den späten Werken des Informels.
Ebenfalls im Rahmen der Alfons-Lütkoff-Retrospektive sind alle Intressierten eingeladen zu einem Vortrag über “Entartete Kunst” am Donnerstag, 9. März, von 17.00 bis 18.00 Uhr in der Städtischen Galerie.
Alfonst Lütkoff stand, wie auch sein Iserlohner Kollege Wilhelm Wessel und andere zeitgenössische Künstler, unter starkem Druck der nationalsozialistischen Herrscher. Ab 1932 durften nur noch politisch und stilistisch angepasste Kunstwerke gemalt werden. Bei Zuwiderhandlung mussten die Künstler mit Mal- und Berufsverbot bis hin zur Inhaftierung rechnen. Manche Künstler reagierten mit Flucht ins Ausland, andere passten sich an. Wieder andere, wie Lütkoff, malten im Verborgenen und unter Pseudonym weiter ihre "Entartete Kunst", mit dem Risiko, entdeckt zu werden.
Die kunsthistorische Führung am Mittwoch und der Vortrag am Donnerstag sind jeweils entgeltfrei.
Die Ausstellung “Alfons Lütkoff - Ein Iserlohner Maler” ist noch bis zum 12. März zu sehen.
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