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Iserlohn.
Das “LBS-Kinderbarometer” ist eine Untersuchungsreihe, bei der seit 1998 jährlich rund 2.300 Schülerinnen und Schüler im Alter von neun bis vierzehn Jahren nach ihren Einstellungen, Wünschen und Zukunfts-Vorstellungen befragt werden. Die Erhebung ist eine der größten Studien der Kindheitsforschung und dient dazu, Kindern eine Meinungsplattform zu bieten und sie zu mehr Mitbestimmung in Gesellschaft und Politik anzuregen.
Im letzten Jahr startete eine Sonderumfrage des Kinderbarometers zum Thema "Wohnen". Die Stadt Iserlohn hatte sich mit dem Wohnbereich "Innenstadt" für die Studie beworben wurde mit neun weiteren Kommunen aus NRW dafür ausgewählt.
Jetzt haben die Neun- bis Vierzehnjährigen in Iserlohn das Wort. In den nächsten Wochen sollen sie ihr Wohnumfeld beurteilen, sagen, was ihnen dabei wichtig ist und was sie gerne verändern würden. Das ProKids-Institut aus Herten untersucht im Auftrag der LBS-Initiative Junge Familie in Zusammenarbeit mit dem städtischen Ressort Planen, Bauen, Wohnen und dem Kinder- und Jugendbüro, welche Faktoren der Wohnumgebung bei den Kindern einen hohen Stellenwert haben. Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, ob sich die Kinder in Iserlohn wohl fühlen und welche Bedingungen dazu beitragen.
Folgende Schulen des Bereiches “Innenstadt” beteiligen sich an der Befragung:
- Grundschule Bömberg
- Grundschule Bleichstraße
- Südschule
- Hauptschule Brüderstraße
- Hauptschule Martin-Luther
- Pestalozzischule
- Realschule am Bömberg
- Gymnasium An der Stenner
In den nächsten Tagen werden Fragebögen an rund fünfhundert Schüler der vierten, fünften, sechsten und siebten Klassen verteilt. Finden die Heranwachsenden verkehrsberuhigte Straßen vor, gibt es gute Busverbindungen, genügend Spiel- und Grünflächen? Wie steht es mit den Freizeitangeboten? Um diese und weitere Fragen zum Wohnumfeld geht es bei der Untersuchung. Reiner Schäfer, Gebietsleiter der LBS: "Darüber hinaus können die Kids erstmalig selbst sagen, wie sie das Wohnen in Ein- und Mehrfamilienhäusern beurteilen und wie sie am liebsten wohnen möchten."
Die Zufriedenheit der jungen Bürger interessiert vor allem auch Bürgermeister Klaus Müller, der sich besonders für ein kinderfreundliches Iserlohn einsetzt: “Wir können uns noch so viele Gedanken machen, was kinderfreundliches Wohnen ausmacht, solange wir nicht wissen, wie die Betroffenen selbst darüber denken, haben wie keine verlässlichen Indikatoren dazu. Deshalb sind wir sehr gespannt auf die Ergebnisse der Befragung und hoffen, dass möglichst viele Kinder daran teilnehmen."
Auch der Kinder- und Jugendrat hat sich mit der Untersuchung des ProKids-Institutes befasst. Einige Mitglieder haben die Fragebögen auf "Kinderverständlichkeit" geprüft und Veränderungsvorschläge gemacht.
Bis Ende Juni werden alle Fragebögen eingesammelt und vom ProKids-Institut ausgewertet. Ende des Jahres sollen die Ergebnisse aus dem kommunalen LBS-Kinderbarometer vorliegen.
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