Schwarzpappel-Stecklinge an neue Eigentümer übergeben
Iserlohn.
Die Schwarzpappel, Baum des Jahres 2006, gehört zu den bedrohten Pflanzenarten. Nicht mehr als 3.000 Altbäume wurden deutschlandweit als unverfälschte Schwarzpappel (Populus nigra) identifiziert. Nach Aussage der Forstgenbank in Arnsberg gibt es nur wenige Einzelvorkommen in Nordrhein-Westfalen. Ihr Name bezieht sich auf die schwarze Borkenfärbung.
Bereits im Frühjahr hatte die Abteilung Natur und Umwelt der Stadt Iserlohn neunzehn Steckhölzer von der Forstgenbank in Arnsberg bewurzelt. Drei Exemplare wurden auf städtische Flächen gesetzt. Interessierte Iserlohner waren aufgerufen, einem der übrigen Stecklinge einen dauerhaften Platz auf dem heimischen Grundstück zu geben. Als Standort bevorzugt die Schwarzpappel große Flächen in Gewässernähe.
Familie Schween aus Drüpplingsen nahm dieses Angebot gerne an. Am vergangenen Mittwoch übergab der Leiter der städtischen Abteilung Natur und Umwelt Herbert Goldmann zwei Stecklinge an die neuen Eigentümer. Der Ort der Pflanzung wird registriert und an die Forstgenbank übermittelt.
Die Schwarzpappel kann bei einem Alter von bis zu dreihundert Jahren eine Höhe von zirka 35 Metern und einen Stammdurchmesser von über zwei Metern erreichen.
|