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Iserlohn.
Experimentieren in frauenuntypischen Berufen, das stand auch in diesem Jahr für die 250 teilnehmenden Schülerinnen am Girls’ Day im Vordergrund. Mehr als 35 Iserlohner Betriebe und Einrichtungen boten den Teilnehmerinnen einen Tag lang Einblick in ihren Arbeitsalltag.
Viele Angebote waren nach kurzer Zeit ausgebucht, sodass zum Beispiel das Müllheizkraftwerk aufgrund der großen Nachfrage sein Platzangebot kurzerhand verdoppelte."Wir engagieren uns gern beim Girls’ Day, weil er den Mädchen einen realistischen Einblick in die Arbeit einer Agentur gibt", so Jochen Kubon von der Everscreen Medienagentur. Auch er hätte seine Plätze mehrfach besetzen können und hatte auch schon Anfragen für Praktika. Die Mädchen erstellten bei ihm eine eigene, attraktive Internetseite.
Große Resonanz gab es auch bei den Stadtwerken in Iserlohn. Vier Mädchen informierten sich hier über den Beruf einer Elektronikerin für Betriebstechnik und erfuhren dabei einiges über den "Weg des Stromes von der Erzeugung bis zu den VerbraucherInnen". Wie erwartet waren auch die Plätze zum Beispiel bei der Feuerwehr, Polizei, Kommunalen Datenverarbeitungszentrale, Iserlohner Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft und bei Radio MK sofort belegt. Das Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft hatte nicht nur eine große Nachfrage bei dem Beruf der “Malerin”, sondern auch im Metallbereich, der traditionell von den Mädchen seltener wahr genommen wird. Bei der Firma Hermann Schwerter konnten die Mädchen mehr darüber erfahren, was eine “Fachkraft für Lagerlogistik” macht. In der Armaturenfabrik Dornbracht bestaunten die Schülerinnen hochwertige Armaturen und warfen einen Blick in die Galvanik und Industriemechanik.
Zum ersten Mal dabei war der Förderverein Lokalfunk. Den Mädchen ist es gelungen, an diesem Tag eine eigene Sendung zum Thema “Mobbing” zu produzieren, die am 30. April um 21.04 Uhr auf der Frequenz von Radio MK gesendet wird.
Auch die Stadtverwaltung Iserlohn bot den Mädchen wieder ein vielseitiges Angebot. Der Demographiebeauftragte Olaf Pestl informierte über den Ausbildungsberuf einer Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung. Die Frage “Wie sieht unsere Stadt heute morgen und übermorgen aus?” spielte dabei eine zentrale Rolle. Bei den Stadtbetrieben war praktisches Arbeiten möglich: Vom Radwechsel bis zur Motorinstandsetzung. Auch die Forstwirtin gab Informationen aus erster Hand an die Teilnehmerinnen weiter.
Helena Haack von der Gleichstellungsstelle der Stadt Iserlohn zieht eine rundum positive Bilanz: "Der Girls’ Day war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Besonders zu verdanken ist dies dem Engagement der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Iserlohner Unternehmen und den Sponsoren, die diesen Tag möglich machen."
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