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Iserlohn.
Als der Freundeskreis der Musikschule Iserlohn kürzlich zwei neue Instrumente im Gesamtwert von 3.700 Euro an die Musikschule übergab, war die Überraschung groß:
Da war zunächst das neue “E-Piano”, das trotz des großen “E” im Namen nicht speziell für "ernste" Musik, sondern für alle Musikrichtungen geeignet und durch die leichte Bauweise besser transportabel ist, als ein akustisches Klavier. Eine Schülerin wusste gleich Bescheid: "Das "E" steht für "elektronisch", denn da kann man ganz viele Klänge drauf machen, Keyboard, Orgel und Klavier und so, aber alles nur mit Strom!"
Großes Erstaunen bewirkte aber das neue "Englischhorn" - ein hervorragendes gebrauchtes Instrument, das zuletzt bei den Bochumer Symphonikern im professionellen Einsatz war und über Vermittlung der Oboenlehrerin Ulrike Kriegel günstig erworben werden konnte. Es sieht nicht aus wie ein Horn, klingt nicht wie ein Horn und stammt auch nicht aus England. Vielmehr handelt es sich um die "ältere Schwester" der Oboe, die durch ihren tieferen Klang als Alt-Oboe gilt und durch ein eigenartiges, birnenförmiges Schallstück am unteren Ende mit keinem anderen Instrument zu verwechseln ist. Der liebliche, romantischeTon des Englischhorns regte Komponisten wie Antonin Dvorák, Giuseppe Verdi, Sean Sibelius, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven zu wunderbaren Melodien an, die oftmals an Hirtenweisen erinnern.
Das Instrument wird das Sinfonieorchester der Musikschule Iserlohn bereichern, das mit inzwischen gut siebzig Mitgliedern immer wieder Werke spielt, die besonders schöne Soli für Englischhorn enthalten. Musikschülerin Laura Gruber freut sich schon auf das Adventskonzert, wenn sie das traumhafte Solo aus Dvoráks "Neuer Welt"-Sinfonie spielen darf.
Musikschulleiter Paul Breidenstein bedankte sich beim Freundeskreis der Musikschule und besonders bei der neuen Förderstiftung der Musikschule, durch deren Ausschüttungen diese hochwertigen Neuerwerbungen erst möglich wurden. Was das neue Instrument aber mit einem Horn und England zu tun hat? Das weiß man in der Tat heute nicht mehr so ganz genau - fest steht nur: Das “Englischhorn” ist eindeutig kein Horn und stammt nicht aus England!
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Musikschülerin Laura Gruber mit dem neuen "Englischhorn", das von Förderstiftung und Freundeskreis der Musikschule übergeben wurde.
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