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Iserlohn.
Am morgigen Dienstag, 16. September, eröffnet Ralph Manno um 20.00 Uhr im Parktheater Iserlohn die diesjährigen "Internationalen Herbsttage für Musik" mit seinem Programm "Tanz zwischen den Welten".
Ralph Manno hat mit seinem "ensemble incanto" (mit der US-amerikanischen Geigerin Michaela Paetsch-Neftel und der Pianistin Liese Klahn) Werke aus der Zeit zwischen 1919 und 1938 zusammengestellt, die der Ausnahmeklarinettist im Konzert selbst erläutert. Der Titel "Tanz zwischen den Welten" lässt schon ahnen, dass dabei besonders der tänzerische Aspekt der Kompositionen betont wird:
Da ist zunächst die "Trio-Suite" des Franzosen Darius Milhaud, der mit leichter Hand frische Melodik, pariserischen Charme, brillanten Spielwitz und nie über das Ziel hinausschießende Virtuosität in seiner Komposition vereint. Béla Bartóks temperamentvolle "Kontraste" sind ein Auftragswerk des amerikaischen Jazzklarinettisten Benny Goodman, das die traditionellen ungarischen Tänze zitiert, mit denen Rekruten für das Habsburger Heer angeworben wurden - eben jene Tänze, deren Platz später der berühmte "Czardás" einnahm. Igor Stravinskys "Geschichte vom Soldaten" in der Triofassung für Klarinette, Violine und Klavier basiert auf einer russischen Volksdichtung, in der ein Soldat dem Teufel seine Geige verkauft und damit reich, aber nicht glücklich wird. Unter anderem schildern ein Tango und ein Ragtime musikalisch den gefährlichen Handel, der im Tanz des Teufels gipfelt. Aram Khachaturians "Trio" beschließt den Iserlohner "Tanz zwischen den Welten" mit orientalisch anmutenden Melodien aus Usbekistan und lebhaften Volkstänzen aus der armenischen Heimat des Komponisten.
Eintrittskarten von zehn bis vierzehn Euro (ermäßigt bis zwölf Euro) sind in der Stadtinformation im Stadtbahnhof, Bahnhofsplatz 2, Tel. 02371 / 217-1819, oder an der Abendkasse erhältlich.
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