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Pressemitteilung vom 29.05.2009
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Baarbach wird renaturiert
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Iserlohn. Die Stadt Iserlohn plant nach dem Gewässerentwicklungs-Konzept, den Baarbach in Iserlohn-Kalthof zwischen Mühlenstraße und Kaltem Stück zu renaturieren. Sie folgt damit der EG-Wasserrahmen-Richtlinie nach der europaweit bis zum Jahre 2015 ein guter ökologischer Zustand der Gewässer erreicht werden soll. Die Renaturierung des Baarbaches wird zum Beispiel ermöglichen, dass Fische durchgängig im Gewässer auf- und abwandern können. Der Ufer- und Auenbereich soll durch Bepflanzungen verbessert werden. Landwirtschaftliche Flächen reichen zukünftig nicht mehr direkt an das Ufer heran, sodass Schutzstreifen entstehen, die der Gewässerfauna Entwicklungs- und Rückzugsmöglichkeiten bieten.

Der Rat der Stadt Iserlohn hat die Baumaßnahme im Dezember 2008 beschlossen. Mit den Arbeiten wurde jetzt begonnen. Bei einem Pressegespräch erläuterten Dr. Peter Paul Ahrens, Erster Beigeordneter und Leiter des Ressorts Planen, Bauen Wohnen, Bereichsleiter Rüdiger Klincke und der zuständige Bauleiter Andreas Graumann die Maßnahme:

Ausgangslage:
Der Bachlauf ist in diesem zirka 900 Meter langen Abschnitt vor Jahrzehnten mit einem gleichförmigen Trapezprofil ausgebaut und begradigt worden. An den Wegebrücken sind in der Gewässersohle Abstürze von jeweils fünfzig Zentimetern vorhanden. In der Mitte der Ausbaustrecke befindet sich eine Wehranlage mit einer Absturzhöhe von zirka einem Meter. Das Wehr regelt die Wasserentnahme der Firma WDI, die das Baarbachwasser für Kühlzwecke benötigt. Durch den geplanten Gewässerausbau entfallen die Abstürze und es wird eine ökologische Durchgängigkeit ermöglicht. Die Trasse und der Querschnitt des Baarbachs werden naturnah umgestaltet.

Umbau des Baarbachs:
Die zukünftige leicht mäandernde (in Schleifen verlaufende) Trassierung des Gewässers erfolgt auf einem 35 Meter breiten Geländestreifen, der sich unterhalb der Mühlenstraße auf 80 bis 100 Metern aufweitet. Hier entsteht eine größere Gewässerschleife. In insgesamt vier Bereichen soll das bisherige Bachbett als durchströmbarer Altarm bestehen bleiben. Alle anderen Abschnitte werden mit auf der Baustelle gewonnenen Aushubboden verfüllt. Das neue Gefälle ist aufgrund der wegfallenden Sohlabstürze durchgängig und liegt zwischen vier und zwölf Prozent. Die alte Wehranlage wird abgebrochen. Die Böschungsneigungen werden unterschiedlich angelegt und somit naturnah ausgebildet. Dort, wo der Bach schnell fließt, wird die Böschung mit Wasserbausteinen gesichert. Vorhandene Einleitungen, Gräben und Dränagen werden an das neue Gewässerbett angeschlossen. Durch die geschilderten Maßnahmen wird der Baarbach in diesem Abschnitt gegenüber dem vorhandenen Zustand ökologisch deutlich aufgewertet.

Die Arbeiten laufen in drei Schritten ab:

1. Die innere Erschließung der Baustelle mit Baustellenwegen, Bauzäunen, Überfahrten, Mäh- und Oberbodenarbeiten, Freischnitt und Freimachen der Baufelder

2. Installation und Inbetriebnahme der neuen Wasserentnahme in Form einer Uferfiltratanlage für die Firma WDI. Erst wenn die einwandfrei läuft, darf das alte Wehr abgebrochen werden. (Die Kosten für Abbruch und Neubau trägt die Firma WDI.)

3. Naturnaher Umbau des Gewässers wie oben beschrieben

Für die Bauzeit sind insgesamt 200 Werktage angesetzt. Dabei sind folgende Arbeiten auszuführen: 13.000 m³ Bodenaushub 1.800 m Blocksteine als Böschungsfuß-Sicherung setzen 1.800 Tonnen Steinschüttung zur Auskleidung der Gewässersohle 2.500 m² Steinsatz als Böschungssicherung 4.200 m² Baustellenwege.

Kosten:
Die Stadt Iserlohn hat die Firma Redeker aus Erwitte mit den Arbeiten beauftragt. Die Gesamtkosten liegen bei rund 747.000 Euro. Das Land NRW fördert die Maßnahme mit 80 Prozent der Baukosten.

Zuständiger Bauleiter ist bei der Stadt Iserlohn Andreas Graumann von der Abteilung Stadtentwässerung. Er steht unter Telefon 02371 / 217-2730 oder unter E-Mail: stadtentwaesserung@iserlohn.de gerne für Informationen und Fragen zur Verfügung.



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Baarbach wird renaturiert
Von links: Dr. Peter Paul Ahrens, Andreas Graumann und Rüdiger Klincke erläuterten die Baumaßnahme beim Pressegespräch.



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