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Iserlohn.
Aktuelle Bevölkerungsprognosen für Iserlohn zeigen, dass der Anteil der über 60-Jährigen an der Gesamtbevölkerung in den nächsten 15 Jahren deutlich zunehmen wird. Ein Gutachten des Instituts "fastra - Fachberatung für Sozialplanung und Bürgerengagement" aus Dortmund zeigt auf Grundlage verschiedener demographischer Daten und Trends unterschiedliche Handlungsfelder für Iserlohn auf, die als Empfehlungen handlungsleitend für die nächsten Jahre sein sollen. Die Stadtstrukturen sollen verstärkt an den Bedürfnissen von Senioren ausgerichtet werden.
Vor diesem Hintergrund stand die Gründung des Initiativkreises “Senioren in der Stadt 2020" am Mittwoch, 1. Juli, zu der sich auf Einladung des Bereiches Senioren und Behindertenarbeit rund zwanzig Vertreter von Wohnungsgesellschaften, Seniorenzentren, Pflegediensten, Verbänden, Verbraucherberatung, Krankenhäusern, Sozialen Diensten und städtischen Bereichen, die sich mit seniorenrelevanten Themen befassen bzw. Leistungsanbieter in diesem Bereich sind, im Iserlohner Rathaus trafen.
In ihrer Begrüßung machte Ressortleiterin Katrin Brenner die Notwendigkeit der Vernetzung aller Anbieter von Leistungen für Senioren deutlich. Ziel des Initiativkreises sei es, gemeinsam neue zukunftsweisende Projekte zu initiieren und vernetzt neue Angebote für Senioren in Iserlohn zu schaffen. Gerade in den Stadtteilen sei eine wohnortnahe Versorgung in den unterschiedlichsten Bereichen notwendig.
Seniorenbeauftragter Frank Finkeldei informierte anschließend über die Inhalte des "fastra”-Gutachtens und stellte Trends des demographischen Wandels sowie die unterschiedlichen Lebenslagen und Lebenschancen im Stadtteil dar. Torsten Grote vom Büro für Stadtentwicklungsplanung konkretisierte die Ausführungen mit aktuellen statistischen Daten: mit sinkenden Bevölkerungszahlen, einem Anstieg der Personen über sechzig Jahre und der Hochaltrigen sowie einem Anstieg der Menschen mit Migrationshintergrund befindet sich Iserlohn mitten im demographischen Wandel.
Anschließend wurden elf Handlungsfelder vorgestellt, die das “fastra”-Institut für Iserlohn als handlungsleitend in seinem Gutachten hervorgehoben hatte. Der Arbeitskreis Altenplan des Seniorenbeirates der Stadt Iserlohn hatte daraus im Vorfeld vier als Prioritäten festgelegt, die als besonders dringend in der Umsetzung erscheinen: Gestaltung des öffentlichen Raums, Quartiersentwicklung und Wohnen im Alter, Komplementäre und soziale Dienste sowie Schutz vor Benachteiligung.
Der neugegründete Initiavkreis verständigte sich zunächst darauf, diese vier PrioritätenHandlungsfelder in Arbeitsgruppen aufzugreifen. Die einzelnen Gruppen werden nach den Sommerferien ihre Arbeit aufnehmen.
Weitere Handlungsfelder sind unter anderem Mobilität und Verkehr, Prävention und Gesundheit, Demenzversorgung sowie Bildung, Kommunikation, Kultur, Sport und Bewegung, die möglichst zeitnah aufgegriffen werden sollen.
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