Bruno Leonardo Gelber kommt zu den “Internationalen Herbsttagen für Musik“
Iserlohn.
Der “klassische Triathlon“ bei den “Internationalen Herbsttagen für Musik“ hat schon seit über dreißig Jahren bedeutende Künstler aus der ganzen Welt gereizt, nach Iserlohn zu kommen, um sich den drei höchsten Anforderungen an musikalische Stars auf engstem Raum innerhalb einer Woche zu stellen: dem Solo-Rezital, dem internationalen Meisterkurs mit Teilnehmern, die teilweise selbst schon in vielen Ländern Preise bei Wettbewerben gewonnen haben, und dem virtuosen Solokonzert, bei der die schwierigsten Passagen mit groß besetztem Sinfonieorchester koordiniert werden müssen.
Dabei lebt das Festival von der Abwechslung: Jedes Jahr steht ein anderes Instrument im Mittelpunkt. Mal sind es junge Virtuosen, die bereits in mehreren Ländern heiß gehandelt werden, mal sind es die erfahrenen Stars, die auf allen Bühnen der Welt ihr Publikum gefunden haben und mit ihrer Erfahrung, Ausstrahlung und künstlerischen Reife das Publikum beim Iserlohner Festival beeindrucken.
Für September 2009 hat kein Geringerer als Bruno Leonardo Gelber zugesagt, jener Pianist, der seit über fünfzig Jahren Konzerte gibt und nun - unterwegs von einem Kontinent zum anderen - auf dem Weg nach Frankreich in Iserlohn Station macht.
Er liebt nicht das spektakuläre, ungewöhnliche, nie Gehörte in seiner Programmzusammenstellung. Mancher junge Nachwuchskünstler möchte sich lieber nicht die Finger verbrennen an Stücken, die das Publikum gut kennt. Zu wenig wird es geschätzt, wenn der Künstler die beliebten Werke nicht genau so spielt, wie man sie am liebsten hört. Ganz anders Bruno Leonardo Gelber. Er ist unübertroffen in der schlichten Innigkeit, mit der er Scarlatti oder eine frühe Beethoven-Sonate spielt, in der man gleichwohl die späteren Stürme im Herzen des Komponisten schon ahnen kann.
In Iserlohn spielt Gelber im Auftaktkonzert “Titan der Tasten“ nicht nur Scarlatti und Beethoven, sondern auch Robert Schumanns “Carnaval“ und mit zupackender Kraft eines der drängendsten Stücke aus der Feder von Frédéric Chopin: das von manchem Interpreten gefürchtete “Andante spianato et Grande Polonaise“ - ein romantisch überschwängliches Werk, das Gelber am Dienstag, 22. September, um 20.00 Uhr dem Konzertflügel im Parktheater entlocken wird.
Sein dreitägiger “Internationaler Meisterkurs“ war in kürzester Zeit ausgebucht und die Teilnehmer kommen aus Finnland, England, Israel und Deutschland nach Iserlohn, um bei ihm den Feinschliff zu bekommen. Unter ihnen sind auch zwei Schülerinnen der Musikschule Iserlohn. So will es die bewährte Tradition des Festivals, immer auch einigen der begabtesten Schüler vor Ort eine besondere Chance zu geben.
So auch im Festlichen Abschlusskonzert, in dem etwa siebzig Schüler des Iserlohner Musikschulorchesters den Meister bei einem Satz des 2. Klavierkonzertes von Ludwig van Beethoven begleiten dürfen - unter dem Dirigat von Florian Ludwig, dem neuen Generalmusikdirektor der Stadt Hagen, der sich erstmalig in Iserlohn vorstellt. Die Hagener Philharmoniker stehen für den Rest des Konzertes zur Verfügung und werden neben Jean Sibelius’ zweiter Sinfonie zum Abschluss Edvard Griegs berühmtes Klavierkonzert mit Bruno Leonardo Gelber aufführen - ein wahrlich titanenhaftes Programm (Sonntag, 27. September, 11.00 Uhr im Parktheater Iserlohn).
Eintrittskarten können bereits jetzt unter Telefon 02371 / 217-1819 reserviert werden oder über den Online-Ticketverkauf des Parktheaters Iserlohn unter www.parktheater-iserlohn.de
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