(SMS) Zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit präsentiert das Stadtmuseum Münster auch in diesem Jahr die neapolitanische Krippe mit ihren über 250 Jahre alten Terrakotta-Figuren in handgefertigten Gewändern. Die Kostüme aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sind noch original erhalten.
Die Krippe war früher in der Weihnachtszeit in der Clemenskirche zu sehen. Sie besteht aus 17 Holzfiguren mit Terrakotta-Köpfen, die in drei parallelen Szenen auf der Krippenbühne angeordnet werden können. Immer wieder lassen sich neue Details entdecken. Die Geburt Christi etwa ist eingebettet in lebhaftes neapolitanisches Treiben; Musiker, Schänke und Marktstände verbreiten südländisches Flair.
Seit alters her lassen Krippen den Betrachter die Geburt Christi nacherleben. Bereits seit dem 4. Jahrhundert regten die von den Evangelisten Lukas und Matthäus geschilderten Geschehnisse zur bildlichen Umsetzung an. Die ersten Weihnachtskrippen entstanden im Verlauf des 16. Jahrhunderts. Ein bedeutendes Zentrum ihrer Herstellung lag in Neapel.
Die frühesten erhaltenen Weihnachtskrippen aus dem Münsterland stammen aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert. Auftraggeber der aus Wachs oder Holz gefertigten Krippen waren in erster Linie Kirchen. Wenig später hielten Weihnachtskrippen aus Gips, Papier und Pappmaché in größerem Umfang Einzug in die Privathaushalte.
Foto: Wieder bis zum 6. Januar im Stadtmuseum zu bestaunen: die neapolitanische Weihnachtskrippe aus dem 18. Jahrhundert. Foto: Stadt Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.
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