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Iserlohn.
Der Integrationsrat der Stadt Iserlohn hat 2005 die jährliche Durchführung eines Wettbewerbs mit Preisverleihung unter dem Motto "Zusammenleben deutscher und ausländischer Einwohnerinnen und Einwohner in unserer Stadt" beschlossen. Damit soll das Zusammenleben aller Iserlohner sowie gegenseitige Akzeptanz und Toleranz der Kulturvielfalt gefördert werden. Gewürdigt werden dabei integrationsfördernde Projekte und Aktivitäten von Personen, Vereinen, Institutionen oder Gruppen.
Bereits zum 5. Mal wurden in diesem Jahr Preisträger geehrt, die sich besonders für ein gelungenes Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft engagiert haben. Die Preisverleihung hat Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens am 9. Dezember vorgenommen. Über die Preisvergabe hatte der Integrationsrat in seiner letzten Sitzung im Oktober entschieden:
Der 1. Preis in Höhe von 400 Euro ging an das "Jugendcafe Checkpoint" der Ev. Versöhnungskirchengemeinde. Jugendliche zahlreicher Nationalitäten treffen sich dort mehrfach pro Woche. Ihr selbstformuliertes Ziel ist, "sich gegenseitig zu achten und anzunehmen und Kreativität zu fördern". Das Zusammensein, der Austausch über Normen und Werte und der Ausgleich sozialer Differenzen zählen dabei zu den zentralen Anliegen der Arbeit vor Ort.
Den 2. Preis mit 250 Euro erhielt Rainer Finger, der sich als ehrenamtlicher "Joblotse" um die Integration von Jugendlichen beim oft schwierigen Übergang von der Schule zum Beruf verdient gemacht hat. Er wurde von Eltern, denen durch seine Vermittlungstätigkeit Hilfe und Unterstützung zuteil geworden ist, für den Preis vorgeschlagen.
Der 3. Preis über 200 Euro wurde dem Iserlohner Kinderarzt Dr. Schnitzler für sein uneigennütziges Engagement bei der Behandlung des afghanischen Mädchens Ferestha Mosa Khan zuerkannt. Sie hält sich zurzeit aus humanitären Gründen zu notwendigen Operationen, die im Heimatland nicht möglich sind, bei Iserlohner Gasteltern auf.
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