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Iserlohn.
Fünfzehn Jugendliche zwischen fünfzehn und achtzehn Jahren, Mitglieder des Kinder- und Jugendrates und deren Freunde, starteten am Donnerstag, 3. Juni, gemeinsam mit dem städtischen Kinder- und Jugendbüro zu einer viertägigen Gedenkstättenfahrt nach Berlin.
Der Besuch der Gedenkstätte Sachsenhausen / Oranienburg gleich am ersten Tag löste große Betroffenheit aus. Das politisches Unrecht, das Ausmaß der Menschenrechtsverletzung, die Verfolgung und Ermordung von Millionen Menschen wurden von den Jugendlichen vor Ort intensiver wahrgenommen, als durch alle anderen bisher erlebten Informationsquellen.
Nach dem Besuch des Jüdischen Museums am nächsten Tag drängten sich die Fragen auf "Wie konnte sich eine derartige Tat vor den Augen der Bevölkerung abspielen?", "Wie haben die Menschen damals darauf reagiert?" und "Wie gehen wir heute mit Minderheiten um?". Das Thema forderte auf, sich der eigenen Rolle in der Gesellschaft bewusst zu werden.
Ein Vortrag am Nachmittag im Deutschen Bundestag, vermittelt von der heimischen Bundestagsabgeordneten Dagmar Freitag, zeigte noch einmal, welche Bedeutung ein demokratisches Rechtssystem hat.
Nebenbei galt es natürlich auch, die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt zu besichtigen, sodass am Sonntag ein intensives, informatives und auch sehr anstrengendes Wochenende zu Ende ging.
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