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Pressemitteilung vom 16.08.2010
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Messsystem der Bundesnetzagentur nach Hennen verlagert - Grenzwerte in Kalthof deutlich unterschritten
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Iserlohn. Die Langzeit-Messung elektromagnetischer Felder in Kalthof ist beendet. Das System war seit Ende Februar an der Außentreppe des AWO-Kindergartens an der Leckingser Staße in Betrieb. Die Auswertungen der Messergebnisse konnten über den gesamten Zeitraum auf der Homepage der Bundenetzagentur abgerufen werden und sind auch weiterhin einsehbar.

Für die dort dargestellte Datenerhebung elektromagnetischer Felder stehen Umwelt und Mensch in der Betrachtung. Die einzelnen gemessenen Feldstärkewerte werden anhand der Grenzwerte aus der Empfehlung der Internationalen Strahlenschutzkommission (Internationale Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung ICNIRP) bewertet und summiert. Sie unterscheiden zwischen den Wirkungsarten “thermische Wirkung” (Wärme) und “Reizwirkung” (elektrische Stimmulation durch Körperströme). Dabei ist zu berücksichtigen, dass für unterschiedliche Frequenzen unterschiedliche Grenzwerte gelten.

Nach der Auswertung der Messergebnisse in Kalthof kann folgendes Resümee gezogen werden: Innerhalb der Frequenzen 9 Kiloherz bis 10 Megaherz (berücksichtigt beispielsweise Feldstärken für Amateurfunk, Rettungsfunk und Rundfunk) wurden über den gesamten Zeitraum maximal 0,87 Prozent des zulässigen Grenzwertes erreicht. Die durchschnittliche Ausschöpfung des Grenzwertes mit 0,094 Prozent dokumentiert ein völlig unauffälliges Messergebnis.

Auch für die Frequenzbereiche 100 Kiloherz bis 3 Gigaherz (beinhaltet unter anderem die Feldstärken für Mobilfunk, Polizeifunk, Rettungsfunk, Amateurfunk, Rundfunk und Fernsehfunk) war die durchschnittliche Grenzwertausschöpfung mit 0,77 Prozent sehr gering. In wenigen Einzelfällen gab es Besonderheiten. Es kam zu einer Beeinflussung der Werte von bis zu 18,23 Prozent des Grenzwertes, die auf die Benutzung von Mobiltelefonen in unmittelbarer Nähe des Messsystems zurückgeführt werden können.

Nachdem die Messung in Kalthof beendet ist, wurde die Anlage letzte Woche in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) nach Hennen verlagert. Auf dem Dach der Grundschule an der Hennener Straße 45 wird nun dort die Langzeitmessung für mindestens einen Monat erfolgen. Die von dem Messsystem aufgezeichneten Daten werden auch hier an den Server der Bundesnetzagentur übertragen, ausgewertet und auf der Homepage der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Unter der Internet-Adresse emf2.bundesnetzagentur.de (Eingabe ohne www, Stichwort “EMF-Datenbank”), sind die Informationen ab sofort abrufbar.

Ähnlich wie in Kalthof gab es auch in Hennen in der Vergangenheit Anfragen aus der Bevölkerung über mögliche Belastungen durch Mobilfunk-Sendeanlagen. Trotz durchgeführter Messungen vor Ort, zuletzt durch das LANUV im Dezember 2006 mit dem Ergebnis einer hundertfachen Unterschreitung des Grenzwertes, ist die Besorgnis einiger Anwohner geblieben. Durch die Langzeitmessung soll auch hier dem transparenten Umgang mit der Mobilfunkthematik Rechnung getragen werden, zumal die Mobilfunk-Betreibergesellschaft, wie in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz am 18. Februar durch die Verwaltung bereits mitgeteilt, die Sendeanlage in Hennen demnächst modernisieren und dem aktuellen Stand der Technik anpassen wird. Nach diesem Umbau ist eine weitere Langzeitmessung geplant.

Grundsätzlich bleibt zu bedenken: Das Mobiltelefon gehört für die meisten in Deutschland lebenden Menschen mittlerweile zum festen Lebensbestandteil. Die Anzahl der Mobilfunkverträge hat die Anzahl der Festnetzanschlüsse seit langem überholt. Dies hat in den vergangenen Jahren zu einem Ausbau von Mobilfunk-Basisstationen geführt.

Die Stadt Iserlohn kann nur sehr eingeschränkt Einfluss auf den Bau von Mobilfunk-Basisstationen nehmen, sie verfolgt daher eine seit Jahren praktizierte intensive Informationspolitik für ihre Bürgerinnen und Bürger. Der Einsatz einer Dauermessstation wie in Kalthof und jetzt in Hennen ist ein wichtiger Beitrag zum transparenten Umgang mit der Mobilfunkthematik in Iserlohn.

Für Fragen und weitere Informationen steht Ulrike Jostmann, Leiterin des Büros für Umwelt- und Klimaschutz bei der Stadt Iserlohn, unter Telefon 02371 / 217-2925 oder per E-Mail unter klimaschutz@iserlohn.de gerne zur Verfügung.

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Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Messstation der Bundesnetzagentur
Nachdem die Messung in Kalthof beendet ist, wurde die Anlage letzte Woche in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) nach Hennen verlagert.



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