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Iserlohn.
Das Stadtmuseum Iserlohn lädt herzlich ein zu einem Erich-Kästner-Abend am Samstag, 16. April, um 19.30 Uhr im Haus A der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf, Baarstraße 220 - 226, in Iserlohn. Unter dem Titel "Erich Kästner - Zart zornig zickig" erwartet die Besucher ein "szenisch-musikalisches Kunst-Stück für eine Schauspielerin, eine Musikerin und ein Kleid" mit Anna Barbara Hagin und Irmgard Himstedt.
Erich Kästner hat sie genau beobachtet, die "Fräuleins" und jungen Frauen seiner Zeit. Sie leben im Berlin der zwanziger Jahre. Sie heißen Bertha und Erna, Martha und vielleicht Elisabeth. Sie sind das "Fräulein vom Büro", mal Bardamen und mal sehr feine Damen; sie sind Dienstmädchen oder auch leichte Mädchen, arbeiten und wirken als Waschfrauen, Hausfrauen, Ehefrauen und Mütter... Sie hämmern auf Schreibmaschinen, schwärmen für die Natur, spielen Klavier und träumen vom kleinen und vom großen Glück. Sie erzählen von ihrem Leben, von ihrer Arbeit und von dem, was sie bewegt. Erich Kästner hat ihnen in Gedicht und Prosa eine ganz eigene, durchaus selbstbewusste Stimme verliehen. Die ist so anrührend ehrlich und komisch zugleich, heute wie ehedem.
Der Abend verspricht eine gelungene Symbiose aus Satire, Gesellschaftskritik und schauspielerischen Glanzleistungen. Gepaart wird das Ganze mit musikalisch-komödiantischen Darbietungen, die die vorgetragenen Texte nicht nur untermalen, sondern eine adäquate Rolle bei der Inszenierung des Abends einnehmen.
Für die szenischen Lesungen ist Anna Barbara Hagin zuständig. Ihr markant gepunktetes Kleid zeigt sich dabei ebenso verwandlungsfähig wie seine Trägerin. Die Gestik und Mimik von Anna Barbara Hagin werten die Texte von Kästner noch einmal auf. Der Wechsel von überzeugenden Temperamentausbrüchen und nachdenklichen Passagen sorgt dabei für den notwendigen Spannungsbogen.
Der musikalische Teil wird von Irmgard Himstedt bestritten. Urkomisch sind die musikalischen aber auch darstellerischen Akzente, die sie mit ihrer Querflöte setzt. Erstaunlich, welche Töne Irmgard Himstedt dem Instrument entlockt, und wie auch sie mit ihrer Mimik und mit teils akrobatischen Einlagen die Stimmung der Texte aufnimmt.
Gemeinsam bieten Anna Barbara Hagin und Irmgard Himstedt ihren Zuschauern einen genussreichen "leicht-sinnigen Augen- und Ohrenschmaus".
Karten zum Preis von zwölf Euro sind ab sofort im Vorverkauf bei der Stadtinformation, Bahnhofsplatz 2, Telefon 02371 / 217-1819, sowie in der neuen Besucherinformation in Barendorf (während der Öffnungszeiten der Museen, Telefon 02371 / 44448) erhältlich.
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