Funkstuhltechnik ist das neue "Zauberwort" beim Kommunalen Immobilien Management (KIM) der Stadt Iserlohn, wenn es darum geht, Energie und damit Kosten zu sparen. Und so funktioniert’s:
Die Bürostühle der KIM-Mitarbeiter werden mit einem etwa eishockeypuckgroßen Drucksensor ausgestattet, der mit allen im jeweiligen Büro befindlichen elektronischen Geräten per Funk verbunden ist. Über die Sendeeinheit im Sitzpolster des jeweiligen Stuhles können dann Licht, Heizung, Lüftung und diverse Geräte gesteuert werden. Sobald sich ein Mitarbeiter an seinen Arbeitsplatz setzt, sendet der "intelligente Bürostuhl" die Information "besetzt" per Funk (kein Dauersender!) an die Elektronik im Raum. Deckenlicht oder Schreibtischlampe, Computerbildschirm oder Drucker, alle angeschlossenen Geräte gehen in Betrieb.
Steht der Mitarbeiter wieder auf, erkennen das alle Verbrauchsgeräte und schalten sich nach fünfzehn Minuten automatisch aus. Auch die Heizung wird über die Funkstuhltechnik gesteuert. Sobald ein Fenster geöffnet wird, geht die Heizung aus. Verlässt der Mitarbeiter sein Büro bei geschlossenem Fenster, senkt sich die Temperatur automatisch um vier Grad.
Zunächst sollen bis Ende April die sechzehn KIM-Büros mit der neuen Technologie aus Balve, die ohne Batterien auskommt und über Solartechnik gesteuert wird, ausgestattet werden (Investitionskosten 11.000 Euro). Deren Erfinder und Firmeninhaber Klaus Kleine gibt das mögliche Energieeinsparpotenzial mit bis zu 45 Prozent je Arbeitsplatz an.
"Nach einem Jahr wollen wir schauen, wieviel wir eingespart haben", so KIM-Leiterin Claudia Zawada. Vor allem in Büros, in denen Mitarbeiter zum Beispiel wegen häufiger Außentermine nicht den ganzen Tag über an ihren Schreibtischen sitzen, bietet sich die Umrüstung an. Ziel sei es daher schon jetzt, noch weitere Bereiche der Stadtverwaltung mit der Funkstuhltechnik auszustatten, damit Energie, die nicht gebraucht wird, auch nicht unnötig verbraucht wird.