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Iserlohn.
Gute Nachrichten und ermutigende Bestätigungen für die Weiterbildung brachte VHS-Leiterin Lieselotte Berthold aus Berlin vom XIII. Deutschen Volkshochschultag mit:
Eine kleine, aber feine Zusatzmöglichkeit zur schnellen Kursbuchung und eine große Würdigung der Weiterbildungsarbeit aus dem Munde des Bundespräsidenten.
Ab sofort kann das VHS-Kurs-Programm über die Application "vhs.KursApp" direkt auf dem Handy abgerufen und gebucht werden. Einfach im App-Store den Suchbegriff "VHS" eingeben und den kostenfreien "vhs.KursApp" laden. Das Programm listet auf Wunsch die gewählten VHS-Angebote im Umkreis oder bundesweit auf. Die Volkshochschule Iserlohn ist damit mit ihren Angeboten auf allen überregionalen Plattformen vertreten und freut sich über diese zeitgemäße Ergänzung. Zurzeit ist dieser Dienst nur für iPhones verfügbar, soll aber demnächst für alle Android-Handys zur Verfügung stehen, wie Frank Röttger vom Plattform-Betreiber S-W-K Media sagte.
Beim "XIII. Volkshochschultag" in Berlin, dem größten europäischen Weiterbildungskongress, trafen sich vorige Woche rund 1.500 Weiterbildner in öffentlicher Verantwortung aus fünfzig Ländern: Vertreten waren auch die 1.000 deutschen Volkshochschulen. Bundespräsident Christian Wulff eröffnete den Kongress im Berliner Congress Center am Alexanderplatz. Für ihn sind die Volkshochschulen der "lebendige Beweis, dass Menschen Hunger auf Bildung haben". Volkshochschulen seien "Schulen der Demokratie", weil sich hier jede und jeder weiterbilden könne - vollkommen unabhängig von der jeweiligen Bildungsbiografie oder gar der sozialen Herkunft. Diese Gemeinwohlorientierung hieße es zu stärken und zu sichern. Wörtlich sagte er: "...die Kosten für die einzelnen Teilnehmer dürfen nicht so hoch werden, dass sich viele den Besuch von Kursen nicht mehr leisten können. Volkshochschulen können Projektförderung gut gebrauchen. Die ist wichtig und hilfreich. Befristete Projektförderung kann vieles in Bewegung setzen. Aber sie brauchen auch eine sichere und nachhaltige Finanzierung, die längerfristige Planung ermöglicht und längerfristige Bestandssicherung gewährleistet."
"Volkshochschulen sind Schulen der Integration", führte der Bundespräsident weiter aus. Sie seien ein Ort, an dem sich Generationen und unterschiedliche Kulturen begegnen. VHS seien "Schulen für das ganze Leben". Sie seien"auf der Höhe der Zeit weil sie ganz nahe bei den Bildungswünschen der Menschen sind".
Rund vierzig Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, aus den Kommunen, internationalen Partnerverbänden und den Volkshochschulen beleuchteten in Vorträgen und Arbeitsgruppen, was die Weiterbildung zur Lösung drängender Zukunftsfragen beitragen kann. Grundlage dafür war die aktuelle Standortbestimmung "Die Volkshochschule - Bildung in öffentlicher Verantwortung". An diesem Dokument haben die Weiterbildnerinnen und Weiterbildner im Land, so auch Lieselotte Berthold, zwei Jahre lang intensiv gearbeitet. Das Motto des Volkshochschultages "Weiterbildung für alle!" steht dabei für den Kern des Selbstverständnisses von Volkshochschulen: nämlich der gemeinsamen Idee für einen offenen Zugang zu Bildung für Menschen aller sozialer Schichten, Milieus und Kulturen.
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