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Pressemitteilung vom 26.08.2011
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Rufbereitschaft der Ordnungsbehörde der Stadt Iserlohn
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Ereignisreiche Wochenschicht zeigt Vielfalt der Aufgaben

Iserlohn.

Die Aufgaben der Stadt Iserlohn als Ordnungsbehörde sind vielfältig. Damit unvorhersehbare Notfälle im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Stadtgebiet jederzeit bearbeitet werden können, muss sie 24 Stunden lang erreichbar sein. Dafür gibt es seit Jahren den so genannten Rufbereitschaftsdienst (jeweils ein Mitarbeiter), der außerhalb der üblichen Servicezeiten wochentags zwischen 16.00 Uhr nachmittags und 8.00 Uhr morgens sowie "rund um die Uhr" (freitags ab 12.00 Uhr) während des gesamten Wochenendes erreichbar ist. Zu erreichen ist der städtische "Notfallmanager" über die Nummer der Berufsfeuerwehr 02371 / 217-3800.

Was während einer Rufbereitschaftswoche so alles passieren kann, zeigt der nachfolgende Bericht beispielhaft:

  • Den Anfang machte am Freitag ein 15-jähriger Jugendlicher, der androhte, seine allein erziehende Mutter zu schlagen. In diesem Fall mussten Vorbereitungen getroffen werden, den Minderjährigen möglicherweise zwangsweise in die Jugendpsychiatrie einzuweisen. Zum Glück blieb es in diesem Fall nur bei der Ankündigung einer Körperverletzung. Zur Information: Die Zwangseinweisung von Personen in die Psychiatrie gehört zu den Aufgaben der Ordnungsbehörde immer dann, wenn Gefahr im Verzuge ist und unmittelbar kein richterlicher Beschluss erwirkt werden kann.
  • In der Nacht zu Samstag informierte die Polizei den Rufbereitschaftsdienst darüber, dass eine offensichtlich verwirrte und randalierende Person mit zur Wache genommen wurde und eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie geprüft werden müsse. Da die Person wegen ihres Zustands aus ordnungsrechtlicher Sicht nicht wieder nach Hause entlassen werden konnte und auch der hinzugezogene Facharzt aus medizinischer Sicht eine Zwangseinweisung für erforderlich hielt, wurde der Betroffene durch die Feuerwehr und unter Vollzugshilfe der Polizei in ein Landeskrankenhaus eingeliefert.
  • Am Samstag ging eine Anwohnerbeschwerde über verbotenes Parken in einem Wendehammer ein. Die Kollegen des Ordnungs- und Servicedienstes wurden eingeschaltet.
    Als Nächstes wurde ein im Hinterhof einer stillgelegten Fabrik stehender undichter 50 Liter-Ölkanister angezeigt. Die Berufsfeuerwehr musste eingeschaltet werden, die den Kanister entsorgte und die Ölfläche abstreute.
    Danach erhielt der Rufbereitschaftsdienst mehrere Anwohnerbeschwerden über die  Verunreinigung einer öffentlichen Treppenanlage mit leeren Flaschen und Glassplittern. Nach einer Überprüfung vor Ort wurden die Iserlohner Stadtbetriebe mit der Reinigung beauftragt.
    Anschließend ging der Bereitschaftsdienst-Mitarbeiter einer Beschwerde wegen des Verdachts der Schwarzarbeit nach, die sich zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht bestätigte.
    Bei einer weiteren Anwohnerbeschwerde, dieses Mal über einen Nachbarn, der lautstarke Arbeitsgeräusche im Garten produzierte, wurde zunächst nichts unternommen, da die Arbeiten außerhalb der Ruhezeiten stattfanden.
    Im weiteren Verlauf des Samstages ging eine Anzeige wegen des Verdachts auf Verstoß gegen die Baumschutzsatzung der Stadt bzw. wegen Holzdiebstahls ein. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass die betreffenden Personen im Besitz eines Holzsammelscheines der Stadt Iserlohn waren.
    Wegen eines für die Abendstunden angemeldeten Konzerts in einem benachbarten Club, beschwerten sich einige Anwohner "vorsorglich" beim Rufbereitschaftsdienst und beantragten, Schallpegelmessungen vorzunehmen.
  • Am Sonntag gegen 10.45 Uhr meldete die Feuerwehr eine Explosion mit Rauchwolkenentwickung auf einem Firmengelände. Wegen möglicher Evakuierungen begab sich der "Diensthabende" sofort zum Einsatzort. Glücklicherweise hatte dort lediglich ein Sicherheitsventil die Geräusch- und Rauchentwicklung ausgelöst. 
    Bei zwei weiteren Einsätzen zwischen 22.00 und 24.00 Uhr wurde zunächst ein 15-jähriges Mädchen, das in einer Jugendhilfe-Einrichtung mehrere Glasscheiben eingeschlagen und eine Getränkeflasche nach der Betreuerin geworfen hatte, zur Entspannung der Lage mit Hilfe der Polizei in die Jugendschutzstelle der Ev. Jugendhilfe gebracht.
    Anschließend musste eine abgesperrte Straßenbaustelle begutachtet werden, an der es zuvor einen Unfall mit einem Motorroller gegeben hatte.
  • Am Montagabend wurden drei Ölkanister gemeldet, die zum Teil ausgelaufen am Straßenrand abgestellt waren. Auch hier wurde die Berufsfeuerwehr um entsprechende Amtshilfe gebeten.
  • Am Dienstagabend ging eine Beschwerde wegen Ruhestörung durch Hundegebell ein, der nachgegangen wurde. Anschließend beantragte ein Iserlohner Krankenhaus das Einverständnis der Stadt Iserlohn für die Röntgenuntersuchung eines durch das Jugendamt in einem Wohnheim untergebrachten 16-jährigen Mädchens, das sich bei einem handgreiflichen Streit in der Wohngruppe Kopfverletzungen zugezogen hatte.
  • Am späten Mittwochabend hatte sich eine obdachlose Person bei der Polizei wegen einer Schlafstelle erkundigt, beim Eintreffen des städtischen Rufbereitschaftdienstes war sie jedoch spurlos verschwunden. Gleich im Anschluss wurde der Mitarbeiter erneut in ein Jugendwohnheim gerufen, wo ein minderjähriges Mädchen die Nachtaufsicht geschlagen hatte. Das Mädchen wurde mit Hilfe der Polizei in die Jugendschutzstelle gebracht.
  • Am Donnerstagabend teilte die Polizei mit, dass eine männliche Person verstorben sei. Da zu dem Zeitpunkt keine Angehörigen ausfindig gemacht werden konnten, musste der Diensthabende zunächst Bargeld und wichtige persönliche Unterlagen sicherstellen. Anschließend wurde ein Bestatter beauftragt. Die Wohnungstür wurde versiegelt.
  • In der Nacht zu Freitag zwischen 3.15 und 5.15 Uhr war die Rufbereitschaft auf der Polizeiwache im Einsatz: Ein Jugendlicher hatte Suizidabsichten geäußert. Zusammen mit einem Facharzt musste geprüft werden, ob eine Zwangseinweisung in die Jugendpsychiatrie notwendig war. Mit Hilfe eines herbeigerufenen Erziehungsberechtigten konnte die Situation jedoch anderweitig geregelt werden.
       

Neben dem Rufbereitschaftsdienst für Notfälle sind in der Regel die uniformierten Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) ebenfalls außerhalb der üblichen Bürozeiten täglich (wochentags bis 22.00 Uhr sowie freitags und samstags bis 1.00 Uhr) unter der Hotline 217-1620 erreichbar und mit ihren gut erkennbaren Dienstfahrzeugen im Stadtgebiet unterwegs. Sie sollen Präsenz zeigen und für die Einhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sorgen.



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