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Pressemitteilung vom 19.09.2011
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Neubauten von illegalen Subunternehmern verputzt
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Generalunternehmer muss 75.000 Euro zahlen

Iserlohn.

Der Bereich Wirtschaftsdelikte der Stadt Iserlohn konnte erneut zwei Ermittlungverfahren wegen Schwarzarbeit im Bau- und im Kraftfahrzeugbereich erfolgreich abschließen.

Im ersten Fall flog bereits im Mai 2010 eine Verputzerfirma aus Hagen bei einer Baustellenkontrolle durch Schwarzarbeit auf. Ende letzten Jahres stellten dann die Mitarbeiter der Stadt bei einer durch Beschluss des Amtsgerichtes legitimierten Hausdurchsuchung Beweismittel sicher. Diese ergaben, dass der Beschuldigte unter anderem als Subunternehmer im Auftrage eines überregional tätigen Generalunternehmers aus dem Münsterland tätig war. Das Ermittlungsverfahren gegen den Hagener Betrieb wurde im Dezember 2010 mit einem rechtskräftig verhängten Bußgeldbescheid über 5.000 Euro abgeschlossen.

Auch gegen den münsterländischen Generalunternehmer wurde ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Bei der Durchsuchung seiner Geschäftsräume im März dieses Jahres stellten die städtischen Fahnder zehn Umzugskartons mit entsprechenden Beweismitteln sicher. Die Auswertung ergab, dass die Firma noch mindestens fünfzehn weitere Subunternehmer illegal mit Stuckateurarbeiten beauftragt hat. Die Kolonnen waren nahezu im gesamten Bundesgebiet eingesetzt.

Der aktuelle Fall endete nach mehreren Eröterungsgesprächen mit den Anwälten der Firma mit einem inzwischen rechtskräftigen Verfallbescheid. Als Alternative zum Bußgeldbescheid erspart er dem ertappten Unternehmer unter anderem einen Eintrag in das Gewerbezentralregister. Ein Betrag von 75.000 Euro aus illegal erzielten Vermögensvorteilen geht an die Stadt Iserlohn. Die Firma hat sich inzwischen durch Umstrukturierung von ihrem illegalen wenn auch lukrativen Geschäftsmodell verabschiedet. Gegen die fünfzehn beauftragten Schwarzarbeitsbetriebe werden zurzeit jeweils entsprechende Folgeverfahren eingeleitet.

Auch im Bereich des Kraftfahrzeuggewerbes wurde aufgrund mehrerer Anzeigen ein Beschuldigter wegen Schwarzarbeit mit einem Bußgeldbescheid sanktioniert. Zuvor hatte der Bereich Wirtschaftsdelikte gegen den illegalen "Schrauber" über mehrere Monate verdeckt ermittelt. Mit einem gerichtlichen Durchsuchungsbeschluss durchsuchten die städtischen Mitarbeiter die Wohn- und Geschäftsräume. Die dabei sichergestellten Beweismittel reichten aus, um gegen den Schwarzarbeiter ein Bußgeld in Höhe von rund 15.000 Euro zu verhängen. Der Betroffene zeigte sich einsichtig und überwies den Betrag umgehend an die Stadtkasse.

Bis August dieses Jahres verhängten die städtischen Schwarzarbeitsfahnder Bußgelder von rund 230.000 Euro zugunsten des "Stadtsäckels" rechtskräftig. Darüber hinaus ermittelten sie einen Missbrauch von Sozialleistungen in Höhe von rund 80.000 Euro.



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