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Iserlohn.
Unabhängig von der aktuellen Diskussion um die Errichtung einer zweiten Gesamtschule in Iserlohn gibt es an der Gesamtschule am Nußberg einen dringenden Raumbedarf für die Oberstufe.
Die Oberstufe wurde vor 26 Jahren zwei- bis dreizügig geplant und eingerichtet. Sie ist aber tatsächlich nummerisch sechszügig. Dadurch entstehen große Kurse mit dreißig statt zwanzig Schülerinnen und Schülern. Gleichzeitig ist die Nachfrage für die Oberstufe an der Gesamtschule (Zahl der Anmeldungen) in den letzten Jahren stetig gestiegen. Die Gesamtschule ist dieser Nachfrage entsprechend ihrer Möglichkeiten nachgekommen, zum Beispiel durch Umwidmung von Räumen, Bildung von großen Kursen usw. Dennoch mussten für das Schuljahr 2011/2012 rund fünfzig Interessenten aus Platzgründen abgewiesen werden.
Mittlerweile stellt sich die Situation so dar, dass im Schuljahr 2012/13 nur noch die "eigenen Schüler aus der Sekundarstufe I" in die Oberstufe übernommen werden können. Fremde Schüler könnten nicht mehr aufgenommen werden. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre müssten wohl siebzig bis achtzig Schüler abgewiesen werden. Aus diesem Grund wäre es notwendig, durch eine bauliche Erweiterung die Kapazitäten in der Gesamtschul-Oberstufe zu erhöhen. Ein entsprechender Beschluss müsste noch gefasst werden.
Um diesem aktuellen Problem zu begegnen, hat der Schulausschuss im November letzten Jahres beschlossen, befristet so genannte Klassen-Container für die Gesamtschule am Nußberg anzumieten.
Dabei handelt es sich um fünf Container in denen drei allgemeine Unterrichtsräume, ein Mehrzeckraum und ein Hausaufgaben- und Arbeitsraum (Möglichkeit des Arbeitens in Freistunden) untergebracht werden. Separat wird ein Toiletten-Container aufgestellt. Insgesamt beträgt die Nutzfläche zirka 400 Quadratmeter. Damit wird die zusätzliche Aufnahme von sechzig bis achtzig Schülern ermöglicht. Seit Beginn dieser Woche wird die Container-Anlage, die nach den Sommerferien "in Betrieb" gehen soll, auf dem Gesamtschulgelände errichtet.
Die Mietkosten für ein Jahr betragen rund 95 000 Euro. Dazu kommen Kosten in Höhe von rund 32 000 Euro für die Herstellung des Baugrundes, ein Bodengutachten und das Brandschutzkonzept. Für die Einrichtung der Container wurden Mittel in Höhe von rund 10 000 Euro eingeplant.
Die Projektkoordination hat Herrmann Noll vom Kommunalen Immobilien Management der Stadt Iserlohn (KIM), die Planung wurde erstellt von Joanna Kurzaj (ebenfalls KIM). Mit der Ausführung hat KIM die Firma Fagsi aus Krefeld beauftragt.
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