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Iserlohn.
Die Landesanstalt für Medien (LfM NRW, Düsseldorf) unterstützte die Projektarbeit des Iserlohner Bürgerradios (Fölok e.V.) in den Sommerferien durch die Mitarbeit eines Projekt-Teams des Fördervereins Lokalfunk e.V. an der dreiwöchigen Kinderstadt, die vom Kinder-und Jugendbüro der Stadt Iserlohn getragen wurde. Charlotte Kroll, Fölok-Vorsitzende, und Petra Lamberts, Leiterin des Kinder- und Jugendbüros, tauschten jetzt ihre Erfahrungen über die Kinder-Radiowerkstatt während des Ferienprojektes aus. Ergebnisse dieser Arbeit - Beiträge die von und mit Kindern in der Iserlohner Kinderstadt produziert wurden - werden nochmals am Sonntag, 26. August, ab 19.04 Uhr auf den Frequenzen von Radio MK zu hören sein.
"Iser-Kid-City", die Kinderstadt im Rahmen des Stadtentwicklungsprojektes "Soziale Stadt Iserlohn", bot neben vielerlei handwerklicher, künstlerischer und sportlicher Tätigkeiten auch die Mitarbeit in Zeitungs- und Radioredaktionen an. Iserlohner Kreisanzeiger und Fölok waren die Träger der Medienwerkstätten. An drei Tagen in der Woche führten Charlotte Kroll, Iris Rademacher und die Praktikantin Anja El-Khalil Kinder in einem Bauwagen vor Ort in spielerischer Form in das "Radio-Machen" ein. Gesammelte Nachrichten, kleine Reportagen und Interviews wurden zunächst für die Übertragung auf dem Spielgelände vorbereitet und schließlich von Thomas Brenck für die Radiosendung zusammengestellt. "Stadtgebiet" und damit "Recherchefeld" war in diesem Jahr der ehemalige Sportplatz Lägertal. In den ersten drei Wochen der Sommerferien lebten dort Kinder von sieben bis dreizehn Jahren in ihrer selbstverwalteten Stadt mit selbstgewähltem Bürgermeister, eigener Iserlohnis-Währung, arbeiteten in der Bank, im Einwohnermeldeamt, in Geschäften, verschiedensten Werkstätten zum Beispiel als Gärtner, Bauarbeiter, Friseur, Arzt oder Schreiner und natürlich in vielen Freizeit-, Spiel- und Kreativangeboten - insgesamt ein spannendes Erkundungsfeld der jungen Radio-Praktikanten.
Die Landesmedienanstalt NRW unterstützt das Bürgerradio bei seiner Arbeit, weil die Förderung von "Medienkompetenz" eine wichtige Aufgabe der Landesanstalt NRW ist. Das Radiomachen im Bauwagen war dazu sicherlich ein nachhaltiger Baustein in der Medienerziehung der Kinder: Wer selbst einmal Nachrichten ausgewählt, formuliert und gesprochen hat, wer selbst Fragen gestellt und mit entschieden hat, ob die Antworten veröffentlicht werden sollen, der erweitert in kleinen Schritten seine eigenen Fähigkeiten, die Medienwelt bewusster und vielleicht auch etwas kritischer wahrzunehmen.
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