|
Iserlohn.
Die Veranstaltungsreihe des Stadtarchivs zur 775-Jahrfeier wird im zweiten Halbjahr 2012 in Kooperation mit weiteren Kulturinstituten der Stadt Iserlohn fortgesetzt.
Am Montag, 19. November, hält der Leiter der Städtischen Galerie Rainer Danne einen Vortrag über "Iserlohner Künstler im Dritten Reich – Anpassung–Überleben–Widerstand". Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr in der Volkshochschule Iserlohn, Bahnhofsplatz 2.
Das LWL-Museumsamt hat in Zusammenarbeit mit verschiedenen westfälischen Museen und Kultureinrichtungen, unter anderem der Städtischen Galerie Iserlohn, ein Ausstellungsprojekt zum Thema "Künstler im Nationalsozialismus" erarbeitet. Die Ausstellung wird am Sonntag, 18. November, im Stadtmuseum Münster eröffnet.
Ziel der Ausstellung ist es, anhand von Künstlerbiografien und Kunstobjekten der Frage nachzugehen, wie die Künstler der "verlorenen Generation" während des Nationalsozialismus auf ideologische Beeinflussung, Kunstzensur, Überwachung bis hin zu Arbeits- und Ausstellungsverbot reagierten. Nicht die Frage nach einer möglichen moralischen Schuld durch Anpassung und Mitläufertum steht im Vordergrund, sondern die nüchterne Untersuchung, ob es möglich ist, eine gewisse künstlerische Freiheit in Zeiten der Unterdrückung zu bewahren. Die Schicksale der in der Ausstellung versammelten Künstler zeigen die ganze Bandbreite der Reaktionen, von Anpassung und Anbiederung bis zu aktivem Widerstand. Als Iserlohner Künstler sind in der Ausstellung Alfons Lütkoff und Wilhelm Wessel vertreten. In dem Vortrag von Rainer Danne werden die Untersuchungsergebnisse vorgestellt. Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zwei Euro. Schüler und Studierende können kostenfrei teilnehmen.
|