Meldung vom 31.01.2013
Agentur für Menschlichkeit
Theaterstück am Herwig-Blankertz-Berufskolleg regt Schüler zur Diskussion an

„Ist Gewalt menschlich?“ – diese Frage stellten sich die Schüler am Herwig-Blankertz-Berufskolleg bei einem Theaterstück des Kinder- und Jugendtheater „Till“.

Bei einer inszenierten Talkrunde der „Agentur für Menschlichkeit“ wurden die Schüler mit fünf Charakteren konfrontiert, die in ihrem Leben bereits Gewalt ausgeübt oder erlebt haben. Dies fand im Rahmen des Projekts „Mit psychischer Gesundheit die Schulqualität verbessern“ statt, das bei den Schülern großes Interesse weckte.

Schon kurz nach Beginn der Aufführung zeigte sich bei den Schülern große Begeisterung. Da vorher nicht verraten wurde, dass es sichhierbei um eine Inszenierung handelte, waren
die Schüler mit Herz und Seele dabei.

Insgesamt wurden fünf Formen von Gewalt im Stück thematisiert. Ein „Neonazi“ berichtete beispielsweise von einem Anschlag aus Überzeugung auf einen asiatischen Lebensmittelladen. Aus Verzweiflung und Wut hatte ein Lehrer hingegen einen Schüler verprügelt und plagte sich seitdem mit Schuldgefühlen. Darüber hinaus wurden Mobbing in der Schule und Gewalt gegen Frauen thematisiert. Zuletzt wurde die Frage aufgeworfen, ob Selbstverteidigung in manchen Fällen berechtigt ist.

Die Schüler konnten nach der Aufführung einen der Darsteller zu seiner Geschichte befragen und sollten ihn hinterher bewerten. So entstand eine rege Diskussion zum Thema „Wie geht man mit Gewalt um“.

Am Ende der Veranstaltung klärten die Schauspieler die Schüler darüber auf, dass es sich nur um eine Inszenierung handelte. Sie betonten, dass die dargestellten Erlebnisse auf wirklichen Gegebenheiten beruhen und distanzierten sich jedoch klar von ihren Charakteren: „Gewalt hat da keine Chance, wo Menschen bereit sind miteinander zu sprechen, zuzuhören und zu verstehen“ Sie machten den Schülern Mut, indem sie auch noch einmal klar stellten, dass man Gewalt niemals einfach über sich ergehen lassen muss, sondern immer eine Möglichkeit hat, sich dagegen zu wehren.

Möglich wurde das Theaterprojekt durch das Jobcenter Kreis Recklinghausen. Mit BuT-Mitteln für die Schulsozialarbeit wurden zwei Projekte während der Projekttage „Mit psychischer Gesundheit die Schulqualität verbessern" am Herwig-Blankertz-Berufskolleg finanziert.

In diesen Tagen haben die Schüler einen „Krisenratgebers im Taschenformat“ erarbeitet, der als Wegweiser zu unterschiedlichen Beratungsstellen dienen soll. Fachlich begleitet wurde dieses Projekt durch den Verein Nienhof e.V. – Verein zur Förderung psychosozialer Arbeit.

Mehr Informationen finden Sie unter www.theatertill.de.



Pressekontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Katharina Krazewski, Telefon: 02361/534612, katharina.krazewski@kreis-re.de

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