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Iserlohn.
Noch bis zum 24. November ist die Ausstellung des Iserlohner Kinder- und Jugendrates im Stadtmuseum am Fritz-Kühn-Platz 1 zum Thema Gewalt und Toleranz zu sehen.
Gezeigt werden unter anderem Tagebücher, Fotos, Collagen, persönliche Bilder und Texte, die die Eindrücke der 27 teilnehmenden Jugendlichen einer im Oktober stattgefundenen Gedenkstättenfahrt des KiJuRates nach Auschwitz / Birkenau widerspiegeln. Nach ihrer Rückkehr setzten sich die Jugendlichen, begleitet von zwei Künstlerinnen, kreativ mit dem Erlebten auseinander. Neben den entstandenen Arbeiten zur Gedenkstätte Auschwitz / Birkenau werden auch die Ergebnisse einer Foto-Plakataktion, die der Kinder- und Jugendrat mehrfach bei öffentlichen Veranstaltungen in der Innenstadt durchgeführt hatte.
Gewalt mit all ihren Facetten ist für Kinder und Jugendliche ein brandheißes Thema. Deshalb hat sich der Kinder- und Jugendrat der Stadt Iserlohn seit seiner Gründung im Jahre 1999 immer wieder damit beschäftigt und verschiedene Projekte initiiert. Dazu gehören seit 2009 jährliche Gedenkstättenfahrten, bei denen sich die teilnehmenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit politischem Unrecht, Menschenrechtsverletzung und Verfolgung und Ermordung von Menschen auseinandersetzen. Im vergangenen Jahr startete der Kinder- und Jugendrat zudem die Foto-Plakataktion, um ein Zeichen für Toleranz und Demokratie zu setzen. Angeregt durch das Buch "101 Projektideen gegen Rechtsextremismus" entstand die Idee für die Aktion, bei der die Jugendlichen viele Iserlohnerinnen und Iserlohner dazu bewegten, sich der Aussage "Ich will, dass alle Menschen in Deutschland in Frieden leben können und niemand wegen seiner Herkunft, Religion, Hautfarbe, Kultur, Kleidung, Nationalität, Muttersprache, Augenfarbe... Angst haben muss" anzuschließen und für die Plakate fotografieren zu lassen.
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