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Iserlohn.
Die Städtische Galerie Iserlohn, Theodor-Heuss-Ring 24, lädt alle Interessierten am Freitag, 27. Dezember, um 11 Uhr herzlich ein zu einer museumspädagogischen Führung durch die Ausstellung "Anpassung – Überleben – Widerstand. Künstler im Nationalsozialismus": All das, was die moderne Kunst in Deutschland ausmachte und ihr Weltgeltung verschaffte, wurde in der Zeit des Nationalsozialismus ausgerottet. Sofern sich die Künstler nicht den ideologischen Vorstellungen der NS-Funktionäre anpassten, gerieten sie ins Abseits oder gingen ins Exil, manche auch in den Tod. Die in Deutschland verbliebenen Künstler wurden von den internationalen Kunstströmungen abgeschnitten, ihre eigenen Arbeiten als entartet, als volksschädliche "Verfallskunst" gebrandmarkt. Sie gerieten in Vergessenheit. Nach Kriegsende gewann in Westdeutschland die abstrakte Kunst die Vorherrschaft, während in Ostdeutschland der Sozialistische Realismus verordnet wurde. Viele Unangepasste standen daher erneut vor dem Nichts. Den Künstlern dieser "verschollenen Generation" gilt die Aufmerksamkeit dieser Ausstellung. Wie reagierten sie während des Nationalsozialismus auf ideologische Beeinflussung, Kunstzensur, Überwachung bis hin zu Arbeits- und Ausstellungsverbot? Wie versuchten sie, ihre künstlerische Identität zu erhalten? Gingen sie in die innere Emigration, passten sie sich an? Oder leisteten sie künstlerischen Widerstand durch heimliches Malen "verbotener Bilder"? Die Schicksale der in der Ausstellung versammelten Künstler zeigen die gesamte Bandbreite der damals möglichen Reaktionen - also nicht nur die verfemten und verfolgten Künstler, sondern auch die Angepassten und Überzeugten. Ausschließlich Künstler sind vertreten, die in Westfalen geboren wurden oder längere Zeit dort gewohnt haben, darunter die Iserlohner Künstler Wilhelm Wessel und Alfons Lütkoff.
Das Begleitbuch zur Ausstellung ist in der Galerie erhältlich. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter den Rufnummern 02371 / 217-1970 oder -1963 sowie im Internet unter www.galerie-iserlohn.de. Die Ausstellung in der Städtischen Galerie ist noch bis zum 2. Februar zu sehen.
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