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Iserlohn.
Das Stadtmuseum Iserlohn, Fritz-Kühn-Platz 1, teilt mit, dass die aktuelle Sonder-Ausstellung „Im mittelalterlichen Scriptorium“ um eine Woche verlängert wird. Sie ist jetzt bis zum 1. Juni zu sehen.
Die von der Kunsthistorikerin Dr. Alice Selinger (Dreieich) konzipierte Ausstellung zeigt die Buchherstellung vor der Erfindung des Buchdrucks. Der Besucher erfährt, mit welch außergewöhnlichen Materialien Bücher von Hand produziert wurden, wie aufwändig ihre Herstellung und welches Wissen dazu nötig war. Farben, Tinte und Bindemittel fertigte man aus Mineralien, Pflanzen und tierischen Stoffen, sogar Schildkrötengalle, Läuse und Grünspan wurden verwendet. Der Beschreibstoff Pergament wurde in einem aufwändigen Verfahren vorbereitet, als Schreibwerkzeuge dienten Kiel- und Rohrfedern, Farben wurden in Muschelschalen angerührt. Spezialisten waren für Schrift, Illumination und Initialen zuständig. Informationen über die Bedeutung und Kostbarkeit eines Buches, über die Organisation des Leihverkehrs, über das Kopieren und dessen Zweck ergänzen die Ausstellung.
Die Öffnungszeiten des Museums sind dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 19 Uhr. Weitere Informationen gibt es im Stadtmuseum Iserlohn, Fritz-Kühn-Platz 1, Telefon 02371 / 217-1960 oder-1963.
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