Meldung vom 19.09.2014
„Kinderschutz muss erste Priorität haben!“
NRW-Ministerin Ute Schäfer und Landrat Cay Süberkrüb besuchen Vestische Kinderklinik

Oft haben Kinder mit den Folgen von Vernachlässigung, Misshandlung oder Missbrauch ein Leben lang zu kämpfen – die frühzeitige Erkennung von Misshandlungen ist jedoch für Eltern, Lehrer und Kinderärzte oft schwierig.

Um diesem Problem entgegenzuwirken und Kindern so früh wie möglich zu helfen, wurde die Medizinische Kinderschutzambulanz an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln gegründet. Hier erkennen geschulte Experten mithilfe von spezieller medizinischer Ausstattung frühzeitig die Zeichen von Misshandlungen. 

Landrat Cay Süberkrüb und der Ärztliche Direktor der Klinik, Prof. Michael Paulussen, luden Ute Schäfer, NRW-Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, in die Kinderschutzambulanz in Datteln ein. In einem gemeinsamen Gespräch und einer Begehung der Räumlichkeiten konnte sich Ministerin Ute Schäfer ein genaues Bild der Arbeit machen, die die Experten in Sachen Kinderschutz in der Klinik leisten.

Landrat Cay Süberkrüb setzt sich seit mehreren Jahren für die Kinderschutzambulanz ein: „Ich freue mich sehr, dass sich die Ministerin Zeit genommen hat, um die Kinderschutzambulanz im Kreis Recklinghausen zu besuchen. Diese Einrichtung leistet unglaublich wichtige Arbeit in unserer Region und bildet eine bedeutende Schnittstelle zwischen den Institutionen. Kinderschutz muss erste Priorität haben.“          

Die Leistungen der Kinderschutzambulanz zu finanzieren ist jedoch problematisch, wie Prof. Michael Paulussen erklärt: „In vielen Ländern gibt es gesetzliche Vorgaben, dass es in Kliniken solche Kinderschutzgruppen geben soll. Das ist in Deutschland leider nicht der Fall. Kinderschutz ist keine Regelleistung der Krankenkassen. Hier benötigen wir gesetzliche Änderungen.“ Zurzeit wird die Medizinische Kinderschutzambulanz finanziell von der Annelise-Brost-Stiftung bis Ende 2015 unterstützt.

Von der praktischen Arbeit der Medizinischen Kinderschutzambulanz berichtete Dr. Tanja Brüning: „Für unsere Arbeit sind ein gutes Vertrauensverhältnis zu den kleinen Patienten und konstantes Personal unentbehrlich. Nur mit Ruhe und Geduld können die oft traumatisierten Kinder untersucht und betreut werden. Dabei sind die Untersuchungen ein wichtiger Teil des Verarbeitungsprozesses der Kinder.“ Nicht nur die Erkennung und Behandlung nach einem Missbrauch leistet die Kinderschutzambulanz, auch die Dokumentation der Verletzungen ist beispielsweise vor Gericht ein wichtiges Mittel.

Aufgrund der zeitlich begrenzten Spenden strebt die Vestische Kinderklinik eine dauerhafte Finanzierung an, um ihr Angebot aufrecht zu erhalten und die Leistungen ausbauen zu können. Denn: die Zahl der Kinder, die die Hilfe der Kinderschutzambulanz in den letzten Jahren in Anspruch nahmen, verdoppelt sich nahezu von Jahr zu Jahr.

 



Pressekontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Katharina Krazewski, Telefon: 02361/534612, katharina.krazewski@kreis-re.de

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NRW-Ministerin Schäfer besucht Kinderschutzambulanz
Dr. Tanja Brüning, Ute Schäfer, Prof. Michael Paulussen und Cay Süberkrüb (v.l.)


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