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Iserlohn.
Zu einem Besuch der Ausstellung „Single Mums – Alleinerziehende Mütter und ihre Lebenswelt“ des Frauenmuseums Bonn lädt die Gleichstellungsstelle der Stadt Iserlohn in Kooperation mit dem Frauenpolitischen Forum Iserlohn ein. Für die Fahrt am Samstag, 18. Oktober, gibt es noch Restplätze. Abfahrt mit dem Bus ist um 9.30 Uhr am Stadtbahnhof, die Rückkehr ist gegen 19 Uhr geplant.
Der gemeinsame Besuch des Bonner Frauenmuseums ist für die Mitglieder des Frauenpolitischen Forums und der Arbeitsgemeinschaft Iserlohner Frauengruppen auch ein willkommener Anlass für ausgiebiges "Netzwerken", das am Rande der Arbeitstreffen und Sitzungen oftmals zu kurz kommt. So wird es schon bei der Anreise nach Linz und der anschließenden Schifffahrt von dort nach Bonn reichlich Gelegenheit für informelle Gespräche und das Knüpfen neuer Kontakte geben. Nach der Führung durch die Ausstellung "Single Mums" wartet im Museums-Café hausgemachter Kuchen, bevor der Bus wieder Richtung Iserlohn startet.
Kurzentschlossene, die sich für das Thema der Ausstellung interessieren und die Arbeit der politisch aktiven Iserlohnerinnen kennen lernen möchten, sollten sich schnell anmelden bei der städtischen Gleichstellungsstelle unter den Rufnummern 02371 / 217-1330 oder -1331. Die Teilnahme kostet 45 Euro (inkl. Bus, Schiff, Museumsführung, Kaffee und Kuchen).
Informationen zur Ausstellung „Single Moms“: „Wir lesen und hören es täglich: Immer mehr Kinder in Deutschland wachsen bei nur einem Elternteil auf - meist bei der Mutter. Fast jede fünfte Frau mit Kindern ist alleinerziehend. Das Bonner Frauenmuseum hat sich des brisanten Themas nun in einer großen Ausstellung angenommen. Die Schau zeigt drei große Teile: Die Geschichte und Gegenwart der Alleinerziehenden, die internationale Situation und die Umsetzung des Themas in der Kunst. Auftakt der Schau über zwei Etagen bildet die Historie. Hier wird schnell deutlich: Auch in früheren Jahrhunderten zogen viele Mütter infolge von Krieg und Naturkatastrophen ihre Kinder allein groß. Das war akzeptiert, solange die Moral gewahrt blieb. Als uneheliche Mütter hatten sie jedoch unter Vorurteilen, harter Bestrafung und staatlicher Vormundschaft zu leiden. Heute ist zwar eine rechtliche Gleichstellung erreicht, doch keine Chancengleichheit. Halber Lohn und doppelte Verantwortung kennzeichnen den Alltag vieler Alleinerziehender. Die Ausstellung öffnet den Blick auch auf andere Länder. Allein in Europa waren die Gegensätze groß: Während alleinerziehende Mütter in der Gesellschaft der DDR integriert waren, durfte in Irland in den 1960er Jahren nicht öffentlich darüber diskutiert werden, dass es ledige Mütter gab. Das Spektrum aus den anderen Kontinenten reicht von Rebecca Lolosolis erstem Frauendorf Afrikas, über Flüchtlingsmütter aus Jordanien bis zum „Single Mother’s Day“ in Korea. Aus Lateinamerika werden spezielle Arbeitsplätze für „Madres solteras“ vorgestellt und aus den USA „Single Mothers by Choice“, ein Verband, der alleinstehende Frauen berät, wie sie Mütter werden können. Für den Kunstteil haben mehr als 40 Künstlerinnen das Thema aufgegriffen. Einige tun dies autobiografisch, viele mit Rückgriff auf literarische Zeugnisse, die Bibel und die Mythologie, oder auf berühmte Vorbilder unserer Kulturgeschichte. Auch in der Kunst wird es international: Die feministische Künstlerinnengruppe „Bald Girls“ zeigt subversive Kunst aus dem chinesischen Kulturkreis.“
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