|
Iserlohn.
Am Dienstag, 14. Oktober, wird die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn mit dem Themenschwerpunkt „100 Jahre Erster Weltkrieg“ fortgesetzt. Dr. Walter Wehner aus Iserlohn spricht über Gedichte für den Krieg in den Jahren 1914 bis 1918. Sein Vortrag steht unter dem Titel „Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!“. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Stadtarchiv in der „Alten Post“, Theodor-Heuss-Ring 5. Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zwei Euro.
Die Begeisterung für den Ersten Weltkrieg zeigte sich nicht zuletzt in einer Unzahl von Gedichten, eingesandt an die Tageszeitungen – auch an den Iserlohner Kreisanzeiger und andere Zeitungen im märkischen Raum. Kriegslyrik erschien auf Feldpostkarten, in Lyrikbänden und Anthologien. Gedichtet wurde nicht nur am Schreibtisch, sondern auch im Schützengraben: Propagandaverse, Balladen, Trost- und Trauerlyrik. „Diese Literatur entstand nicht ohne Vorläufer und besaß zahlreiche Nachahmer – denn leider gibt es auch eine Tradition des deutschen Ungeistes, der nicht nur eine große Leserschaft hatte, sondern auch von der Kritik und der Germanistik gefeiert wurde“, betont Dr. Walter Wehner. Der Vortrag beleuchtet dieses wenig beachtete Kapitel des deutschen „Hurra-Patriotismus‘“.
Das Stadtarchiv Iserlohn bietet mit seinen Angeboten zum Themenschwerpunkt zum Ersten Weltkrieg“ einen lokalen Beitrag zur Erinnerungskultur. Zuhörer können im Anschluss an den Vortrag Fragen stellen, mitdiskutieren und ihre Sicht der Dinge einbringen.
|