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Pressemitteilung vom 08.01.2016
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Kommunale Gleichstellungsbeauftragte verurteilen Übergriffe gegen Frauen in Köln
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Gleichstellungsstelle Iserlohn plant Veranstaltung am Frauentag - Mitstreiterinnen gesucht, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen

Iserlohn.

Gewalt gegen Frauen in ihren vielfältigen Erscheinungsformen gehört zum traurigen Alltag in Deutschland und betrifft alle Nationalitäten. Allerdings haben die Gewalttaten in Köln eine neue Dimension der Frauenverachtung erreicht. Sie erinnern in ihrer Form und in ihrem Ausmaß an die als Flashmob organisierten Verbrechen gegen die Würde und die Selbstbestimmung von Frauen zum Beispiel auf dem Tahrir-Platz in Kairo.

Die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten (LAG NRW) verurteilt die Vorkommnisse in Köln als einen schwerwiegenden Angriff auf die Gleichberechtigung der Frauen in unserem Land und als massive Menschenrechtsverletzung. Ungeachtet der Herkunft und Nationalität der Täter dürfen derartige gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen nicht toleriert werden. Sexuelle Gewalt gegen Frauen wird hier zum Symbol der Nichtachtung demokratischer Staatssysteme und demokratischer Grundrechte.

„Wir alle sind gefordert, Völker- und Menschrechtsverletzungen, die auf Frauenverachtung und -diskriminierung basieren, entschieden entgegenzuwirken“ , erklärt das Sprecherinnengremium der LAG NRW. Im „ Europäischen Jahr gegen Gewalt an Frauen“  ruft daher auch die Gleichstellungsstelle der Stadt Iserlohn auf, am Internationalen Frauentag, dem 8. März 2016, gemeinsam ein Zeichen zu setzen für ein gleichberechtigtes und friedliches Miteinander. Erinnert werden soll dabei ebenfalls an die kaum bekannte EU-Resolution 1325, die bereits seit 15 Jahren fordert, diejenigen zu verfolgen, die Kriegsverbrechen an Frauen begehen sowie Frauen und Mädchen in Kriegsgebieten besonders zu schützen. Gruppen und Einzelpersonen, die sich an der Vorbereitung dieser Aktion beteiligen möchten, sind dazu herzlich eingeladen am Montag, 1. Februar, um 20 Uhr im Rathaus I, Raum 28.

„Gewalt gegen Frauen ist immer und überall ein Verbrechen. Dass wir alle nicht wegschauen, sollten wir allerdings auch deutlich zeigen“, hofft Gleichstellungsbeauftragte Judith Mühlenhoff auf entsprechend zahlreiche Mitstreiterinnen.  Um Anmeldung wird gebeten –  entweder telefonisch unter 02371-217 1330 oder per E-Mail an judith.muehlenhoff@iserlohn.de.



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