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Iserlohn.
In der vergangenen Woche (Mittwoch, 23., bis Freitag, 25. November) besuchte eine Delegation aus der ungarischen Partnerstadt Nyíregyháza mit der Vorsitzenden des dortigen Städtepartnerschaftskomitees Dr. Edit Marsi sowie den Komiteemitgliedern Dr. Laszlo Barabás und Gabor Sallai Iserlohn. Zu Beginn ihres Aufenthaltes informierten sich die Gäste bei einem kleinen Stadtrundgang über die baulichen Veränderungen in der südlichen Innenstadt. Anschließend führte Marieluise Spangenberg die Gäste durch die Laura Ford-Ausstellung in der Galerie Villa Wessel.
Am zweiten Tag begrüßte der Vorsitzende des Iserlohner Partnerschaftskomitees Thomas Herlinghaus die ungarischen Gäste zur ganztägigen gemeinsamen Komiteesitzung im Rathaus. Zu Beginn des Sitzungsvormittages stellte Thomas Brenck die Arbeit des Iserlohner Bürgerradios vor. Die ungarischen Komiteemitglieder zeigten sich sehr interessiert an einer Zusammenarbeit mit dem Bürgerradio ihrer Stadt und so wurden erste Ideen besprochen. In einem Vortrag der Leiterin der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz Ulrike Badziura erfuhren die Sitzungsteilnehmer alles Wichtige zum Thema Klimaschutz in Iserlohn. Auch bei diesem Thema wurden die Möglichkeiten einer Kooperation bzw. eines gegenseitigen Informationsaustausches erörtert. Das Thema Flüchtlinge interessiert besonders die evangelische Kirche in Nyíregyháza und so konnten der Leiter der städtischen Abteilung Flüchtlingsunterbringung Thorsten Wattenberg, Marion Ziemann vom Flüchtlingsnetzwerk Iserlohn und die spontan hinzu ge-kommene Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Martina Espelöer den ungarischen Gästen ausführliche Informationen zum Thema mitgeben.
In einer Sitzungspause am Mittag trafen die ungarischen Gäste Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, der sie in Iserlohn herzlich willkommen hieß und sich im Anschluss an die Begrüßung gemeinsam mit ihnen und den deutschen Gastgebern zum Erinnerungsfoto aufstellte.
Der Sitzungsnachmittag begann mit einem Besuch des von den Iserlohner Werkstätten betriebenen Cafés „Bahnsteigs 42“ in Letmathe, wo sich die ungarischen Delegationsmitglieder über ein gelungenes Beispiel für Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt informieren konnten. Nach ihrer Rückkehr ins Rathaus informierten Frank Finkeldei von der Volkshochschule Iserlohn und Katja Michalski vom Büro für Europaangelegenheiten die Komiteemitglieder über den aktuellen Stand des EU-Projektes Silver Learners, an dem auch die Stadt Nyíregyháza beteiligt ist. Danach besprachen die Komitees beider Städte den aktuellen Stand verschiedener partnerschaftlicher Begegnungen. Mit Freude wurde auch zur Kenntnis genommen, dass das Abonnement des Iserlohner Kreisanzeigers, das aus dem Komiteebudget zur Verfügung gestellt wird, in Nyíregyháza sehr intensiv genutzt wird. Die Zeitung liegt in der Stadtbibliothek aus und wird sowohl vor Ort gelesen, als auch über das Wochenende ausgeliehen. Darüber hinaus wurden Ideen gesammelt, wie der Austausch beider Städte weiter intensiviert werden kann. So soll geprüft werden, ob wieder Austausch-Maßnahmen im Sportbereich angeboten werden können. Bereits im nächsten Jahr soll eine Einladung für Läufer und Läuferinnen aus Nyiregyháza erfolgen. Außerdem soll mit interessierten Schulen über ein Angebot von Praktikumsplätzen für Jugendliche aus beiden Städten gesprochen werden.
Mit vielen Informationen im Gepäck und nach einem riesigen Dankeschön für die Gastfreundlichkeit in Iserlohn reiste die ungarische Delegation am Freitagmorgen in ihre Heimat zurück.
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