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Iserlohn.
Die Städtische Galerie Iserlohn, Theodor-Heuss-Ring 24, lädt alle Interessierten herzlich ein zu zwei Führungen durch die Ausstellung von Andy Spyra „Exilium. Das Verschwinden des Christentums aus dem Nahen Osten“. Die Führungen finden statt am Donnerstag, 26. Januar, um 17 Uhr, und am Freitag, 27. Januar, um 14 Uhr.
Andy Spyra zum Thema der Ausstellung: „In der gesamten Levante, dem Vorderen Orient, leben nur noch etwa elf Millionen Christen. Aus der Wiege des Christentums ist dessen Friedhof geworden. Seitdem das Byzantinische Reich Ende des 7. Jahrhunderts zerfiel – und parallel zum Aufstieg des Islams – ist die christliche Bevölkerung stark zurückgegangen. Bislang konnten Christen immer noch in relativem Frieden leben, auch wenn sie mit der Zeit zu einer kleinen Minderheit wurden. Politische Entscheidungen haben jedoch das Klima des religiösen Pluralismus vergiftet. Nationalismus, Gewaltherrschaft und eine aggressive Bewegung zur ethnischen und religiösen Homogenität führten zu Tod und Vertreibung von Millionen von Christen in die Verbannung nach Libanon, Jordanien, Syrien und anderswo.“ Der Hagener Fotograf unternimmt seit 2011 Reisen in den Nahen Osten, um die Schicksale von Minderheiten, in diesem Fall den Exodus der Christen und dessen Bedeutung für die Region zu dokumentieren. Für dieses Projekt hat er in der Türkei, im Irak, in Israel, Gaza, Palästina und Ägypten gearbeitet.
Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist noch bis zum 29. Januar zu sehen. Die Galerie öffnet mittwochs bis freitags von 15 bis 19 Uhr, samstags von 11 bis 15 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr. Für Gruppen werden Führungen nach Vereinbarung angeboten, auch außerhalb der Öffnungszeiten.
Weitere Informationen gibt es telefonisch unter den Rufnummern 02371 / 217-1963 und -1972 oder online unter www.galerie-iserlohn.de.
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