Arbeit des Kontaktladens mit der Ehrenplakette der Stadt Kassel ausgezeichnet

09. Juli 2019.

Zum 40. Geburtstag des Kontaktladens in Bad Wilhelmshöhe hat Bürgermeisterin Ilona Friedrich dessen herausragende Arbeit im Namen von Oberbürgermeister Christian Geselle und des gesamten Magistrates gewürdigt und den Trägerverein „Verein Kontaktgruppe Hermannstraße“ mit der Ehrenplakette der Stadt Kassel ausgezeichnet. Die Ehrenplakette ist Zeichen der Anerkennung für Initiativen, die sich durch ihre ehrenamtliche Arbeit um die Stadt Kassel und ihre Einwohnerinnen und Einwohner verdient gemacht haben.

In ihrer Ansprache zeichnete Bürgermeisterin Friedrich auf, wie es zu der heute sehr erfolgreichen Arbeit des Kontaktladens kam: Ende des 70er Jahre entstanden aus einer Gruppe im Diakonischen Werk für Menschen mit seelischen Problemen, gab es die ersten Bastelaktionen, die zu Flohmärkten und Kirchenbasaren führten. Als die Vereinsgründerin dann mit dem mit 5000 Mark dotierten Dierichspreis ausgezeichnet wurde, mietete sie den ersten Kontaktladen in der Kunoldstraße, der sich später vergrößerte und ein paar Hausnummern weiter an den heutigen Standort zog.

Ausdrücklich würdigte Bürgermeisterin Friedrich den ehrenamtlichen Einsatz der Menschen rund um den Kontaktladen. „Viele Hände sind für die Arbeit aktiv, 70 sind es zurzeit, die regelmäßig ihren ganz persönlichen Beitrag dafür leisten.“ Stellvertretend für alle, die in besonderer Weise für den Kontaktladen stehen, nannte sie drei Aktive, die seit 40 Jahren im „Verein Kontaktgruppe Hermannstraße“ tätig sind: die Vorsitzende Barbara Nolting, deren Mutter Magret Muentzenberg einst die Initiatorin des Vereins war, Schatzmeisterin Sigrid Suppé und Elisabeth Uhl, ebenfalls eine Frau der ersten Stunde, heute stellvertretende Vorsitzende und Geschäftsführerin.

Der Kontaktladen verkauft zu extrem niedrigen Preisen neuwertige Waren, die Menschen aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr benötigen und dem Kontaktladen überlassen, damit andere davon profitieren können. Zum Sortiment gehören neben Kleidung auch Spiele, Bücher, Kinderspielzeug sowie Haushaltswaren und Koffer.

Der Kontaktladen setze damit ein klares Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft, in der zu viele Dinge viel zu schnell im Müll landen, und mache vor, wie das, was der eine nicht mehr braucht, anderen noch zugutekommen kann.  

Der Erlös und eingehenden Spenden sind mehr als beachtlich. Innerhalb von 40 Jahren konnten rund zwei Millionen Euro an andere soziale Projekte weitergegeben werden, vorwiegend regional aktive, aber auch national und international. Das Rekordjahr mit rund 130.000 Euro war 2016.

„Mit seinen Einnahmen hat der Kontaktladen zu einem kleinen Teil dazu beitragen, die Not in der Welt etwas zu lindern. Hier in Kassel verdanken ihm viele Initiativen finanzielle Unterstützung, darunter beispielsweise etwa die Kasseler Tafel, die Flüchtlingshilfe, der Verein „Kinder nach Tschernobyl“ oder das Hospiz.

Dadurch konnte vielen Menschen in Kassel geholfen werden, und dafür möchte ich mich auch namens der Stadt ausdrücklich bedanken“, unterstrich Bürgermeisterin Friedrich.

 

Über die Stadt Kassel

Kassel ist mit über 205.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt in der Mitte Deutschlands. Rund 111.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind am Wirtschaftsstandort tätig. Gut 25.000 Menschen studieren an der Universität.

Kassel ist die Stadt der documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst, der Brüder Grimm und des UNESCO-Welterbes Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Herkules, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt.

Rund 3.500 Menschen sind direkt bei der Stadtverwaltung beschäftigt. Zudem ist die Stadt an weiteren großen Unternehmen beteiligt, darunter die Gesundheit Nordhessen Holding sowie die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH mit dem Verkehrsunternehmen KVG und dem Energieversorger Städtische Werke AG.

 

 

 

 

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