Europäische Mobilitätswoche: Rücksichtnahme auf Gehwegen

17. September 2019.

Die Straßenverkehrsordnung schützt Fußgänger und Radfahrer in besonderem Maße. Doch nicht immer sind Autofahrer, die beispielsweise den Schulterblick vergessen, das Problem, vielmehr gefährden Radfahrer und Fußgänger sich immer öfter gegenseitig. Darauf weist Kassels Verkehrsdezernent Dirk Stochla anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis zum 22. September hin: „Oftmals sind Unachtsamkeit und mangelndes Einfühlungsvermögen Grund für Unbehaglichkeit und Konflikte auf dem Gehweg. Die Fälle, in denen es gefährlich wird, sind oftmals die, bei denen verbotswidrig gehandelt wird. Uns ist allen klar, dass Geisterfahrer auf der Autobahn ernste Gefährdungen verursachen, die Gefahr von Geisterradlern wird jedoch kontinuierlich unterschätzt.“

 

Geisterradler gefährden sich, andere Radfahrer und Fußgänger. Letztere haben als schwächste Verkehrsteilnehmer bei Zusammenstößen oft das Nachsehen, weil beispielsweise richtungstreue Radfahrer Geisterradlern ausweichen müssen.

 

Doch warum werden Radfahrer zu Geisterradlern? Dafür gibt es zwei mögliche Ursachen: Erstens, Bequemlichkeit - kaum jemand möchte eine Straße zweimal queren, nur, weil er oder sie wenig später links abbiegen möchte. Absteigen und Schieben, die legale Alternative, kommt für viele nicht in Frage. Zweitens, mangelnde Regelkenntnis - manche kennen die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung nicht, andere nehmen die Schilder nicht wahr. Generell besteht in Deutschland ein Rechtsfahrgebot, das grundsätzlich auch für Radfahrer gilt. Allerdings sind einige Gehwege mit dem Zusatz „Radfahrer frei“ oder gemeinsam bzw. getrennte Geh- und Radwege auch für die Gegenrichtung freigegeben, es darf also in beide Richtungen gefahren werden.

 

Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, spürbare Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr zu erreichen und mehr sicherere und durchgängige Radwege zu bauen. Trotzdem wird es in Städten auch weiterhin Mischverkehrsflächen für Fußgänger und Radfahrer, geben. Gerade hier gilt es, Rücksicht zu nehmen.

 

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche möchte die Stadt Kassel deshalb für mehr Vorsicht und gegenseitige Rücksicht werben. Manche Regeln scheinen kompliziert oder auf den ersten Blick nicht einleuchtend zu sein. Betrachtet man sie allerdings näher, wird deutlich, wie wichtig sie sind.

 

Die Sicherheit sollte bei der Routenwahl immer an erster Stelle stehen -egal, wie viel Zeit und Weg man sparen könnte. Dies gilt nicht nur beim Thema Geisterradeln, sondern auch beim Benutzen von nicht freigegebenen Gehwegen zum Radfahren und beim Abstellen der Räder sowie beim Parken und Halten von Autos auf nicht dafür vorgesehenen Flächen. Die Einhaltung von Verkehrsregeln und die gegenseitige Rücksichtnahme ist im Straßenverkehr wesentlich, damit alle sicher an ihr Ziel kommen.

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