Meldungsdatum: 14.07.2020

Schulen erhalten Lernplattform

Oberbürgermeister Uwe Richrath hat am 10.07.2020 den städtischen IT-Dienstleister (ivl GmbH) beauftragt, den weiterführenden Schulen der Stadt Leverkusen die Lernplattform MNSpro Cloud zur Verfügung zu stellen. Damit sind die für dieses Großprojekt notwendigen Vorbereitungen, die die Schulverwaltung bereits seit Wochen intensiv vorangetrieben hat, abgeschlossen.

Carolin Maus, Leiterin des Fachbereiches Schulen, betont: „Es musste sichergestellt werden, dass die Lernplattform unter Berücksichtigung der pädagogischen Anforderungen in die Gesamtkonzeption der Schul-IT eingebettet werden kann. Es waren deshalb intensive Prüfungen auch durch den IT-Dienstleister notwendig.“ 

Bereits im Herbst 2019 wurden die beiden städtischen Berufskollegs im Rahmen eines Pilotprojektes mit der Lernplattform ausgestattet. Jetzt folgen die allgemeinbildenden weiterführenden Schulen. Für den Betrieb der Lernplattform wird die Stadt Leverkusen in den nächsten Jahren ca. 550.000 Euro zur Verfügung stellen. 

Die Beschaffung dieser Lernplattform war bereits Teil der Ausstattungsplanungen für Schulen, die im Leitfaden zur Ausstattung der Leverkusener Schulen mit Informationstechnologien/digitalen Medien festgehalten und durch die politischen Gremien Ende des Jahres 2019 beschlossen wurden. Ursprünglich war vorgesehen, die Schulen mit dieser Lernplattform im Rahmen der Zentralisierung der Schulserver im Rechenzentrum der Stadt Leverkusen sukzessive auszustatten. Die Corona-Situation machte es aber erforderlich, das Ausstattungsvorhaben sofort zu realisieren. „Wir haben hier kurzfristig reagiert, um die Schulen für die Zukunft fit zu machen und ihnen mit Blick auf die Corona-Pandemie zeitnah die Möglichkeit zu eröffnen, „Lernen auf Distanz“ über eine einheitliche gemeinsame Plattform professionell durchführen zu können.“, so Oberbürgermeister Uwe Richrath. 

Die MNSpro Cloud setzt auf den Service von Microsoft Azure und Office 365 auf. Auf dieser Basis haben Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler vielfältige Möglichkeiten der Kommunikation und gemeinschaftlichen Zusammenarbeit. Dies kann unterwegs mit dem Handy oder Tablet erfolgen oder zu Hause mit dem Notebook. Gemeinschaftliches Arbeiten an Präsentationen oder Arbeitstabellen, Kommunikation per Video-Konferenz, gemeinsame Recherchen und Diskussionen per Chat oder in virtuellen Team-Räumen sind mit der Lernplattform durchführbar. E-Mails, Gespräche, Termine, Aufgaben und Unterlagen – alles kann ohne zeitliche oder örtliche Begrenzungen bearbeitet werden. 

Mit der Einrichtung der Lernplattform erhalten alle Lehrerinnen und Lehrer sowie alle Schülerinnen und Schüler kostenlos jeweils 15 Lizenzen der Offline-Version von MS Office 2016, die sie auf ihren eigenen Windows-, iOS- und/oder Android-Geräte installieren dürfen. Darüber hinaus steht eine Vielzahl von weiteren Apps für die Bearbeitung von Aufgaben zur Verfügung. 

Marc Adomat, Beigeordneter für Schulen, Kultur, Jugend und Sport: „Ich freue mich sehr, dass wir die Schulen mit diesem Werkzeug ausstatten und damit kooperative Lernformen unterstützen können. Darüber hinaus können Schulen mit dieser Lernplattform noch besser individuelles Lernen ermöglichen und inklusiven Unterricht gestalten.“ 

Die Installation und Einrichtung der Lernplattform wird jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Immerhin gilt es, insgesamt ca. 14.000 Userkonten für die Lehrerinnen und Lehrer sowie für die Schülerinnen und Schüler einzurichten. Darüber hinaus erhalten die Schuladministratoren sowie die Multiplikatoren der Schulen eine achtstündige intensive Einweisung in die Funktionen und Möglichkeiten der Lernplattform. Darüber hinaus stehen Lernvideos für alle Nutzerinnen und Nutzer der Lernplattform zur Verfügung. Dies wird im Zusammenhang mit dem Schulstart nach den Sommerferien eine große Kraftanstrengung für die Lehrerinnen und Lehrer bedeuten. 

„Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mit hohem persönlichen Einsatz alles getan, um den Schulen diese Lernplattform rechtzeitig zum Schuljahresbeginn zur Verfügung stellen zu können. Es liegt jetzt an den Schulen, die Lernplattform in ihr Medienkonzept einzubinden und sie intensiv mit ihren Schülerinnen und Schülern zu nutzen. Natürlich werden wir die Schulen hierbei im Rahmen unserer Möglichkeiten bestmöglich unterstützen und begleiten“, so Carolin Maus.