Bürgermeisterin Friedrich: Programm der Interkulturellen Woche vielfältig wie nie zuvor

22. September 2020.

Zunächst war es fraglich, ob und wie die Interkulturelle Woche wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann. Jetzt sind es dank des Engagements der Kirchen, Vereine, Institutionen und Einzelpersonen mehr Anbieter und Veranstaltungen als im Vorjahr, wie Bürgermeisterin Ilona Friedrich bei der Vorstellung des Programms am Dienstag, 22. September 2020, mitteilte.

 

„Ich freue mich sehr, dass in diesen Tagen auch bei uns in Kassel die Interkulturelle Woche(n) beginnen“, sagt Bürgermeisterin Friedrich. „Das Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“ ist coronabedingt nicht einfach umsetzbar. Durch großes Engagement aller Beteiligten wurde dennoch ein tolles, umfangreiches Programm organisiert. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Interkulturelles Zusammenleben prägt nicht nur die Menschen einer Stadt, sondern auch ihr Bild. Kassel ist und bleibt offen für Vielfalt.“

 

Die Interkulturelle Woche (IKW) geht auf eine lange bundesweite Tradition zurück. Ins Leben gerufen wurde sie in den 1970er Jahren von Kirchen und Gewerkschaften und verfolgt seitdem das Ziel, Zeichen für Toleranz und Zusammenhalt in Deutschland zu setzen. Kassel beteiligt sich seit vielen Jahren aktiv an der Interkulturellen Woche.

 

Breites Engagement

Mitwirkende sind unter anderem Integrationskursträger, Migrantenorganisationen, Kindertagesstätten, Jugendzentren, Spielhäuser, Nachbarschaftstreffs, Bibliotheken, Religionsgemeinschaften und sonstige Akteure der Integrationsförderung. Schirmherr ist traditionell der Oberbürgermeister. Die IKW wird vom Integrationsbeauftragten der Stadt Kassel organisiert und moderiert.

 

Viele Veranstaltungen bieten eine ausgewogene Mischung aus Kultur, Information und Unterhaltung und laden zum gegenseitigen Austausch ein. Mittlerweile gibt es so viele Angebote, dass 2020 Interkulturelle Wochen stattfinden: Von der Eröffnungsveranstaltung am 24. September bis zum 30. Oktober spannt sich der Bogen.

 

Interreligiöses Fest der Begegnung

Ein traditionelles Highlight ist das interreligiöse Fest der Begegnung, das in diesem Jahr turnusgemäß am Mittwoch, 30. September von 17 Uhr bis 20 Uhr im Außenbereich der Mevlana-Moschee in Oberzwehren stattfindet. Das alljährliche Fest steht unter dem Motto „Zusammenhalt“ und wird von der Moschee-Gemeinde in Kooperation mit dem Runden Tisch der Religionen organisiert. Im letzten Jahr wurde das Fest unter Regie der jüdischen Gemeinde im großen Saal der Synagoge gefeiert, nächstes Jahr wird dann eine christliche Gemeinde Ausrichter sein. Im November des vergangenen Jahres wurde der Runde Tisch der Religionen mit dem Hessischen Integrationspreis ausgezeichnet.

 

Die Veranstaltung wird von Bürgermeisterin Ilona Friedrich eröffnet. Hierzu sind ganz herzlich interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich über die Vielfalt der Glaubensgemeinschaften in Kassel zu informieren und einige schöne wie unterhaltsame Stunden zu erleben. Dort werden auch die Mitgliedsgemeinden des Runden Tischs ihre Angebote und ihre Arbeit vorstellen. Kulturelle und kulinarische Beiträge runden die Veranstaltung ab.

 

Die Veranstaltung wird, wie alle anderen auch, unter strenger Beachtung der Hygiene-Regelungen in der Pandemie durchgeführt. Interreligiösen Charakter hat aber auch der Stadtspaziergang „Nachbarn im Glauben“, der vom Evangelischen Forum Kassel am 28. Oktober veranstaltet wird. Am Abend des 1. Oktobers findet ein „Ökumenischer Pilgerweg“ statt. Die Mevlana-Moschee steht, wegen der Corona-Pandemie stellvertretend für alle Kasseler Moscheen, am 3. Oktober beim „Tag der offenen Moschee“ für Interessierte offen.

 

Runder Tisch Integration

Ebenfalls fester Bestandteil der IKW ist in Kassel der „Runde Tisch Integration“. Nach der Auftaktveranstaltung am Vormittag des 1. Oktober können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger in vier abendlichen Workshops in unterschiedlichen Handlungsfeldern der Integrationsarbeit engagieren. Diese finden ab Mitte Oktober statt. Eine Veranstaltung heißt „Rassismus-eine zentrale Herausforderung“. Hier liegt ein weiterer Schwerpunkt der diesjährigen IKW: Gleich sechs Veranstaltungen widmen sich diesem Thema. Den Start macht am 30. September das Format „Diskriminierung geht uns alle an“ der Bildungsstätte Anne Frank, aber auch der Soziale Friedensdienst oder das Jugendzentrum Philippinenhof bieten in diesem Zusammenhang Veranstaltungen an.

 

Das komplette Programm der Interkulturellen Woche ist im städtischen Veranstaltungskalender einzusehen. Die gedruckten Programme liegen an der Information im Rathaus, in der Stadtbücherei und in anderen städtischen Einrichtungen aus. Eine digitale Version des Kasseler Programms ist auf der Homepage

www.interkulturellewoche.de zu finden. Dort sind alle bundesweiten Aktionen alphabetisch nach ihren Standorten gelistet. Kontakt und Informationen: Carsten Höhre, Integrationsbeauftragter der Stadt Kassel, Tel.  0561 787-2152, E-Mail carsten.hoehre@kassel.de

 

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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Michael Schwab

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Vorstellung des Programms der Interkulturellen Woche in Kassel
©Harry Soremski/Stadt Kassel

Vorstellung des Programms der Interkulturellen Woche in KasselVorstellung des Programms der Interkulturellen Woche am Obelisken in der Treppenstraße (v.l.): Bürgermeisterin Ilona Friedrich, Carsten Höhre (Integrationsbeauftragter der Stadt Kassel), der Künstler Konrad Fröhlich („Shae“), der den Schriftzug ‚Zusammenhalt‘ auf Deutsch, Türkisch, Arabisch und Serbisch gestaltet hat, sowie Tanja Simonovic vom Kulturzentrum Schlachthof.



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