Meldungsdatum: 11.06.2021

Weitere Impfstofflieferungen für Erstimpfungen Ende Juni angekündigt

- Bitte der Stadt: Wer keine Impfung mehr braucht, sollte sich aus der Warteliste austragen/Impfungen der  Stadtverwaltung an den kommenden Wochenenden

Im Impfzentrum Braunschweig werden die verfügbaren Impfdosen auch in den nächsten zwei Wochen noch vorwiegend für anstehende Zweitimpfungen benötigt. Wie der zuständige Dezernent Dr. Thorsten Kornblum mitteilt, steht in Aussicht, dass das Impfzentrum Ende Juni auch bei den Erstimpfungen erneut Fahrt aufnehmen kann. Es werden dann nach Ankündigung des Landes auch wieder 3.000 Impfdosen für Erstimpfungen geliefert. Aktuell ergibt sich zusammen mit den Impfungen in den Braunschweiger Hausarztpraxen eine Mindestimpfquote für Braunschweig von 46 Prozent Erstimpfungen und 22 Prozent Zweitimpfungen.

 

Derzeit sind aufgrund der begrenzten Impfstoffverfügbarkeit fast nur Zweitimpfungen möglich. Dass es dafür einen so hohen Bedarf gibt, liegt u.a.  an der Verlängerung des Impfintervalls bei den Vakzinen von Moderna, Biontech und AstraZeneca. Anfang April hatten besonders viele Bürgerinnen und Bürger ihre Erstimpfung mit diesen Impfstoffen erhalten, jetzt folgt die Zweitimpfung. Hinzu kommt der höhere Bedarf von Moderna und Biontech aufgrund des Wechsels bei den Unter-60-Jährigen von Astrazeneca auf die mRNA-Impfstoffe bei Zweitimpfungen.

 

„Dabei nehmen wir in der kommenden Woche im Impfzentrum Braunschweig sogar etwa 8.500 Impfungen vor und  liegen damit deutlich über der Spitzenlast. Viele Braunschweigerinnen und Braunschweiger erhalten damit ihren vollständigen Impfschutz“, sagt Stadtrat Dr. Thorsten Kornblum. „Doch bei den Erstimpfungen kommen wir leider im Moment nicht voran. Ende Juni könnte sich das bessern.“

 

Durch die Aufhebung der Impfpriorisierung ist die Zahl der Personen auf der Warteliste für einen Termin im Impfzentrum Braunschweig erwartungsgemäß gestiegen. Dort sind aktuell 33.500 Personen registriert.

 

Dr. Kornblum bat in diesem Zusammenhang noch mal ausdrücklich darum, den Impf-Termin für das Impfzentrum Braunschweig zu stornieren, wenn die Schutzimpfung bereits in einer Arztpraxis erfolgt ist oder über den Betrieb organsiert wird. „Natürlich sollte jeder versuchen, alle Möglichkeiten offen zu halten und auf mehreren Wegen sich für eine Impfung vorzumerken. Für unsere Planung und die Einschätzung, wie viele Menschen sich aktuell impfen lassen möchten, ist es jedoch sehr wichtig, dass wir realistisches Bild der Nachfrage bekommen. Das wird auch dann wichtig, wenn wir wieder mehr Termine für Erstimpfungen bekommen, die  wir dann natürlich schnell vergeben möchten an die, die warten. Daher die Bitte, sich auszutragen über die Hotline oder im Internet, wenn eine Impfung z. B. beim Hausarzt erfolgt ist.“

 

Eine Stornierung kann über das Impfportal sowie telefonisch über die Hotline erfolgen. Auch ist es möglich, eine Termin-Stornierung über die E-Mail-Adresse impfzentrum@braunschweig.de mitzuteilen.

 

Dr. Kornblum erläuterte zudem, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, wie in anderen Unternehmen und Kommunen auch, über die Betriebsärztinnen und Betriebsärzte geimpft werden. Für die Stadtverwaltung ist das der Betriebsmedizinische Dienst, der BAD GmbH. So soll die Mitarbeiterschaft insbesondere vor Ansteckungen am Arbeitsplatz geschützt werden. Die Impfdosen hierfür erhält der Betriebsmedizinische Dienst über gesonderte Lieferungen des Bundes. Um hierbei einem möglichst großen Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kurzfristig ein Impfangebot unterbreiten zu können, werden an den letzten beiden Juniwochenenden Erstimpfungen sowie am 31. Juli und 7. August Zweitimpfungen in der Stadthalle Braunschweig im Impfzentrum durchgeführt.

 

Zum Hintergrund: Nach Abstimmung mit dem Land Niedersachsen können die Kommunen die Impfungen für ihre Beschäftigten in den Impfzentren durchführen. Hierbei muss jedoch sichergestellt sein, dass weder durch das Land oder die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) finanzierte sachliche oder personelle Ressourcen verwendet werden. Die Stadthalle Braunschweig dient daher nur als „Örtlichkeit“ für die Impfungen, sowohl das erforderliche Personal als auch das medizinische Equipment wird durch die Stadt Braunschweig direkt bzw. durch den Betriebsmedizinischen Dienst gestellt.

 

Auswirkungen auf die Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger ergeben sich hierdurch nicht, betonte Dr. Kornblum, da an den genannten Terminen entsprechend der Kapazitätsplanungen auf der Grundlage der avisierten Impfstofflieferungen ohnehin keine Impfungen vorgesehen sind und das Impfzentrum für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Die verwendeten Impfdosen sind direkt über den Betriebsmedizinischen Dienst beim Bund organisiert und stünden für andere Impfungen nicht zur Verfügung.