Meldungsdatum: 27.10.2021

Stadtverwaltung und städtische Unternehmen eröffnen gemeinsam zentrale Anlaufstelle in neuer GALERIA Kassel

In Kassel ist heute die bundesweit erste Pilot-Filiale der neuen GALERIA mit der Konzeption als „regionaler Magnet“ eröffnet worden. Kassel gilt damit gemeinsam mit Frankfurt am Main („Weltstadtfiliale“) und Kleve („lokales Forum“) ab sofort als Prototyp für das zukünftige Filialportfolio in ganz Deutschland.

So lässt sich in Kassel dieser Tage exklusiv erleben, wie Galeria Karstadt Kaufhof das Warenhaus in einer Großstadt mit Funktion als regionales Oberzentrum neu definiert: Klassischer Handel wird hier vereint mit Gastronomie und kommunalen Dienstleistungen. Das Besondere hierbei: Die Dienstleistungen beinhalten vor allem solche, die Stadtverwaltung und städtische Unternehmen für ihre Kunden vorhalten. Diese innovative Zusammenarbeit ist deutschlandweit ein sicher einzigartiges Modell und zeigt auf, welche Möglichkeiten Handel und Kommunen gemeinsam bei der Gestaltung attraktiver Innenstädte haben.

Kassel Service Point auf 1. Etage der neuen GALERIA

„Im Zuge der Neueröffnung von GALERIA zeigt sich eindrücklich, wie lohnenswert unsere gemeinsamen Bemühungen um den Erhalt des Kasseler Kaufhofs waren“, so Christian Geselle, Oberbürgermeister der Stadt Kassel. „Ich freue mich sehr, dass Galeria Karstadt Kaufhof mit der Entscheidung, Kassel als Pilot-Filiale in der Kategorie „regionaler Magnet“ auszuwählen und entsprechende bedeutende Investitionen vorzunehmen, ein klares Bekenntnis zur Einkaufsstadt Kassel abgelegt hat. Denn der Kaufhof ist seit Jahrzehnten wichtige Säule unserer Innenstadt, deren Attraktivität und Anziehungskraft es zu erhalten und zu stärken gilt. Daher stand unsere Unterstützung bei der Realisierung der strategischen Neuausrichtung des Warenhauskonzerns außer Frage“, sagt Geselle weiter.

 „Herr Geselle hat sich mit großer Leidenschaft für den Standort Kassel eingesetzt. Gemeinsam konnten wir ein spannendes Konzept entwickeln“, sagt Miguel Müllenbach, CEO Galeria Karstadt Kaufhof.

Entstanden ist daraus der „Kassel Service Point“ - eine Kooperation zwischen Galeria Karstadt Kaufhof und der Stadtverwaltung sowie städtischen Unternehmen - der seinen Platz auf ca. 150 qm Fläche in der 1. Etage der neuen GALERIA gefunden hat.

Der Kassel Service Point ist ein Meilenstein in eine neue und innovative Kommunikations- und Serviceära. Er bietet in zentraler Lage eine Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt. „Wir gehen dorthin, wo die Menschen schon sind, machen aus vielen Wegen einen einzigen und bieten innerhalb breiter Öffnungszeiten Möglichkeiten, schnell und einfach an Informationen zu gelangen oder die Dinge gleich vor Ort zu regeln", erklärt Oberbürgermeister Geselle die Idee des Service Points. „Und dabei ist es nachrangig, wer Anbieter einer bestimmten Leistung ist, vielmehr stehen die Themen wie Energie, Mobilität, Wohnen, Veranstaltungen, Tourismus und vieles mehr im Vordergrund“, so Geselle ergänzend. Im Service Point stehen hierfür interaktive moderne Kommunikationstechniken zur Verfügung sowie geschultes Personal für das persönliche Gespräch bereit.

Möglich wird der kundenorientierte Kommunikations- und Servicegedanke durch ein gemeinsames Angebot der Stadtverwaltung sowie der städtischen Eigenbetriebe und Gesellschaften: Die Stadtreiniger, KASSELWASSER, Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG), Städtische Werke, Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel (GWG) und Kassel Marketing.

So kann künftig an nur einer Stelle eine Namensänderung vorgenommen, ein Führungszeugnis beantragt, ein Neufahrzeug zugelassen, ein Stromvertrag abgeschlossen, ein Straßenbahnticket gekauft, Wohnungsangebote eingesehen, eine Beratung zum Thema E-Mobilität wahrgenommen, eine Stadtführung gebucht und ein Ticket für die documenta 15 erworben werden - um nur einige Beispiele zu nennen. Viele Online-Services des digitalen Rathauses, bei der auch die eID-Funktion des Personalausweises eingesetzt werden kann, sind an speziellen Terminals vor Ort nutzbar. Eine PIN-gesteuerte DokBox hält auf Wunsch beantragte Dokumente wie beispielsweise einen Reisepass zur persönlichen Abholung bereit. Eine „Virtual Reality-Station“ und die interaktive Stadtkarte laden vor Ort zu überraschend neuen Entdeckungstouren durch die documenta-Stadt ein. Eine Event Lounge bietet Raum für ein Programm mit Live-Formaten, das das vielfältige Angebot des Service Points abrundet.

 

Auch für den Smart Kassel-Strategieprozess ist die Eröffnung des Kassel Service Points ein wichtiger Meilenstein. Hier werden digitale Möglichkeiten genutzt, um Bürgerinnen und Bürgern Dienstleistungen der Stadtverwaltung und des Stadtkonzerns sozusagen „im Vorbeigehen“ anzubieten. Wege ins Rathaus oder zu anderen Anbietern können dadurch eingespart werden. Durch die Begleitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Service Point vor Ort sollen gleichzeitig Kompetenzen im Umgang mit digitalen Techniken aufgebaut werden. Zudem bietet der Kassel Service Point vielfältige Angebote, um Bürger im Smart Kassel-Prozess mitzunehmen und ihre Wünsche und Bedarfe mit Blick auf die smarte Stadt von morgen zu eruieren. Die Beteiligung auf breiter Basis soll auch durch besondere Veranstaltungsformate wie Fachvorträge oder Podiumsdiskussionen für verschiedene Zielgruppen gelingen.

Die Möglichkeiten des Kassel Service Points sind zu den regulären Öffnungszeiten der GALERIA von Montag bis Samstag, 9.30 Uhr bis 20 Uhr, nutzbar.

„Die Entscheidung, mit den vielfältigen Angeboten des Kassel Service Points selbst Teil der spannenden Neukonzeption von GALERIA zu werden, ist ein weiterer Beitrag der Stadt zu einer lebendigen City und für deren Zukunft“, so Geselle abschließend.

 

Stellungnahmen der beteiligten Partner am Kassel Service Point

„Der neue Kassel Service Point bietet einen Mehrwert für Einheimische und Gäste: eine Vielzahl städtischer Serviceangebote, aktuelle digitale und interaktive Informationen und eine Eventlounge mit Aktionen zu wechselnden Themen. Alles an einem Ort, alles mit einem Weg erledigt“, freut sich Andreas Bilo, Geschäftsführer der Kassel Marketing GmbH, die auch als Betreiberin des Kassel Service Points fungiert.

„Unsere Kunden profitieren davon, dass wir unsere Leistungen für sie kunden- und serviceorientiert verknüpfen. Das ist es, was wir als Kasseler Verkehrs- und Versorgungs- GmbH leben. Auch beim neuen Kassel Service Point geht es genau darum. Deshalb unterstützen wir das Projekt und freuen uns dabei zu sein“, sagt Dr. Michael Maxelon, Geschäftsführer der KVV und Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werke sowie der KVG.

Peter Ley, Geschäftsführer der GWG Kassel: „Der Kassel Service Point bietet in zentraler Lage eine Kommunikationsplattform für Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher der Stadt Kassel und orientiert sich an den Bedürfnissen der Kunden, die entweder die interaktive moderne Kommunikationstechnik mit Erlebnischarakter nutzen möchten oder das persönliche Gespräch wünschen. Die Serviceangebote rund um die Themen Leben und Wohnen verschiedener städtischer Unternehmen werden kundenfreundlich gebündelt und als Verbund wahrgenommen. Das ist ein echter Mehrwert für die Stadt Kassel und die einzelnen Unternehmen, die sich im Kassel Service Point präsentieren.“

Uwe Neuschäfer, Betriebsleiter KASSELWASSER: „Wir sehen beim Kassel Service Point eine hervorragende Möglichkeit, die Bürgerinnen und Bürger im Kasseler Becken zu allen Themen rund um die Siedlungswasserwirtschaft umfangreich zu beraten und dabei die Menschen für unser wichtigstes Lebensmittel Wasser zu sensibilisieren.“

Peter Schaumburg, stellvertretender Betriebsleiter Die Stadtreiniger Kassel: „Für alle Bürgerinnen, Bürger und Besucher unserer Stadt stehen wir für die Stadtsauberkeit in vielfältiger Weise im Wort. Leider geht das nicht allein. Mit unserer Beteiligung an dem neuen Kassel Service Point wollen wir eine zusätzliche Plattform schaffen, um das Thema Stadtsauberkeit in den Fokus aller zu rücken. Jeder Einzelne kann seinen Beitrag dazu leisten. Wir wollen werben, informieren und Hilfestellungen anbieten, wie wir gemeinsam unsere Stadt lebenswert erhalten und gestalten.“