Meldungsdatum: 28.02.2022

Ernteerfolg des Monats Februar: Der Gemüsekohl - Gärtnern Sie mit bei den „Urbanen Waldgärten“ und ernten Sie selbst!

Am 15. Februar fiel der Startschuss für den ersten Urbanen Waldgarten in Kassel am Wahlebachgrünzug. Mit der neuen Serie „Ernteerfolg des Monats“ möchten die Stadt Kassel und das Projekt Urbane Waldgärten Sie fortan auf den Geschmack bringen. Jeden Monat stellen wir Ihnen eine Pflanze vor, die bekannt oder weniger bekannt, gewöhnlich oder ungewöhnlich ist. Gemeinsam ist allen Pflanzen aber, dass sie entweder selbst oder ihre Früchte essbar sind.

 „Wir wollen wieder mehr Gemüse und Obst in Kassel anbauen, ernten und uns schmecken lassen“, so Umweltdezernent Christof Nolda. „Mit den Urbanen Waldgärten wird Kassel nicht nur ein Stück mehr zur essbaren Stadt. Urbane Waldgärten sind auch Orte, an denen Menschen zusammenkommen, neue Kontakte knüpfen können und gemeinsam Hand anlegen. Mit der neuen Reihe der ‚Ernteerfolge des Monats‘ möchten wir Ihnen Interessantes über unsere essbare Pflanzenwelt näherbringen und Sie regelmäßig einladen, sich am Projekt zu beteiligen.“

 

Gemüsekohl – ein alter Klassiker neu entdeckt

Der Gemüsekohl (Brassica oleracea) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist eine Pflanzenart der Gattung Kohl (Brassica).  

 

Der Mensch hat im Lauf der Jahrhunderte durch Pflanzenselektion und intensive Zuchtarbeit mehr als zehn verschiedene Gemüsekohlarten gewonnen. Die Pflanzenformen, Pflanzenfarben, der essbare Pflanzenteil und der Geschmack variieren bei diesen Zuchtformen, den sogenannten Varietäten, erheblich. Zu den Zuchtformen gehören u.a. Grünkohl, Kohlrabi, Weiß- und Rotkohl, Wirsing, Blumenkohl, Spitzkohl, Rosenkohl und Brokkoli.

 

Alle Kohlarten gelten als typisches Wintergemüse, weil sie lange lagerfähig sind. Insbesondere der Weißkohl gilt von allen Gemüsearten als am längsten lagerfähig. Ursprünglich erfolgte der Anbau von Kohlgemüse im Mittelmeerraum. Die Geschichte von Kohl als Kulturpflanze reichen bis in die Antike zurück: Kohlgemüse war vermutlich im alten Griechenland und bei den Römern in jedem Gemüsegarten vorhanden und galt außerdem als Heilpflanze.

 

Seit dem Mittelalter (ca. 12. Jahrhundert) wird Kohl in Gärten in Mitteleuropa angebaut. Kohlgemüse ist neben Kartoffeln, Möhren und Spargel das am meisten angebaute Gemüse in Deutschland. Dabei ist der Weißkohl bzw. das Weißkraut die am häufigsten angebaute Kohlart: Als Sauerkraut wird es weltweit exportiert. Das größte zusammenhängende Kohlanbaugebiet mit etwa 2.500 bis 3.000 Hektar Fläche befindest sich seit Ende des 19. Jahrhunderts im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein. Pro Jahr werden dort etwa 80 Millionen Kohlköpfe (hauptsächlich Kohlarten wie Rotkohl, Weißkohl und Wirsing) angebaut, was etwa einem Drittel der gesamten Kohlproduktion in Deutschland entspricht.

 

Der Anbau von Gemüsekohl hat dagegen im Süden von Deutschland, in Österreich und in der Schweiz abgesehen von Blumenkohl, Rotkohl und Weißkohl eine eher untergeordnete Bedeutung. Im Rahmen des Gemüsebaus und der Ernährung spielt der Gemüsekohl weltweit insgesamt jedoch eine große Rolle.

 

 

Wussten Sie schon, dass

 

 

Zubereitung

Früher galt Kohlgemüse als ein Arme-Leute-Essen. Inzwischen hat Kohlgemüse aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe seinen Weg zurück in die Kochbücher auch der gehobenen Küche gefunden. Weißkohl eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Eintopf mit Kasseler, Kohlsuppe mit Kartoffeln oder geschmortem Kohl mit Hackfleisch. Man kann ihn aber auch mit Schupfnudeln oder als Kohlrouladen mit Zwiebeln (Krautwickel) oder Krautsalat zubereiten.

 

Rotkohl gekocht als Gemüse mit Apfel, Gewürznelken und Lorbeerblättern ist eine klassische Festtagsbeilage und passt zu Gans, Ente, Hirschragout oder Hasenbraten. Mit Zutaten wie Nüssen und Obst oder als Beilage im Döner ist Rotkohl ungekocht sehr verbreitet. Rezepte wie zum Beispiel Spitzkohl mit Tiroler Speck, Spitzkohlsalat oder Kartoffel-Spitzkohl-Suppe oder auch Blumenkohlgratin mit Käse sind weitere Gerichte, die sich mit den Kohlarten zubereiten lassen. Manche Kohlblätter, z.B. Grünkohlblätter, sind gut für die Zubereitung von Smoothies geeignet.

 

Kontaktdaten

Möchten Sie mehr über die vielfältigen Zuchtformen des Kohls erfahren? Möchten Sie demnächst Ihren eigenen Kohl ernten? Haben Sie Lust, beim Projekt Urbane Waldgärten mitzumachen und mitzugärtnern? Dann melden Sie sich gern unter kassel@urbane-waldgärten.de.

Sie erreichen Frau Antonia Hille vom Team „Urbane Waldgärten“ auch unter der Telefonnummer  0561/787-6737.

Weitere Informationen finden sie unter: https://urbane-waldgaerten.de/ und www.kassel.de/urbane-waldgaerten .

 

Weiterführende Quellen:

https://www.garten-treffpunkt.de/lexikon/kohlgemuese.aspx

http://www.hortipendium.de/Gem%C3%BCsekohl

https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/warenkunde/Gesunden-Kohl-richtig-zubereiten,kohlgemuese2.html

 

 

Pressekontakt: Michael Schwab


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Urbane Waldgärten - Ernteerfolg des Monats Februar

©  Zeichnung Antonia Hille/Stadt Kassel
Urbane Waldgärten - Ernteerfolg des Monats Februar

„Ernteerfolg des Monats“ ist eine Serie der Stadt Kassel und dem Projekt Urbane Waldgärten, die die Menschen auf den Geschmack bringen und zum mitgärtnern animieren möchte.