Meldungsdatum: 26.03.2025

Veranstaltungsreihe erinnert an "80 Jahre Kriegsende" in Soest

Das Ende des Zweiten Weltkriegs und damit der Naziherrschaft jährt sich 2025 zum 80. Male. In Soest beleuchten gleich mehrere Veranstaltungen die Ereignisse jener Zeit und spannen einen Bogen von den damaligen Erfahrungen in die heutigen Tage.

Für dieses Programm haben sich der Kunstverein Kreis Soest, der Verein für Geschichte und Heimatpflege Soest, die Gedenkstätte Französische Kapelle und seitens der Stadt Soest das Stadtarchiv und die Abteilung Schule und Sport sowie die Volkshochschule Soest zusammengetan. Fixpunkt war neben dem deutschlandweiten Kriegsende 8. Mai 1945 auch das Datum 6. April 1945, an dem die amerikanischen Truppen in der Stadt einrückten und das Offiziersgefangenenlager in der BEM-Adam-Kaserne befreiten. Die Gedenkveranstaltungen thematisieren diese Ereignisse, aber auch die Zerstörungen in Soest durch die Bombenangriffe im Krieg. Eine besondere Stärke des Programms ist die gleich mehrfache Teilnahme von Schülerinnen und Schülern Mit modernen Formaten gelingt es also, die Gedenkkultur auch in der jungen Generation lebendig zu halten. 

Den Startpunkt setzt am 4. April 2025 die Ankunft von rund 30 Gästen aus Frankreich in Soest. Sie werden bis zum 7. April bleiben und unter anderem die Gedenkstätte Französische Kapelle und das Museum für Zeitgeschichte im früheren Oflag IV A besuchen. 

Am Samstag, 5. April 2025, wird in der Kulturkirche Neu St. Thöma um 16 Uhr die Plakatausstellung "Krieg und Frieden" eröffnet, in der Schülerinnen und Schüler von sieben Schulen im Kreis Soest selbst gemachte Plakate zeigen. Die Werke sind angelehnt an das berühmte Plakat "Nie wieder Krieg!" von Käthe Kollwitz. Die Eröffnung dieser Ausstellung gilt auch als zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Soest zu 80 Jahre Kriegsende. Bürgermeister Dr. Eckhard Rutheemyer wird das Grußwort sprechen. Zu sehen ist die Ausstellung dann bis zum 24. Mai 2025. 

Der Heimat- und Geschichtsverein beteiligt sich mit zwei Führungen an der Veranstaltungsreihe. Am Freitag, 11. April 2025, um 16 Uhr findet der Stadtspaziergang "Kriegsspuren im Stadtbild von Soest" statt. Anknüpfungspunkte gibt es reichlich, schließlich war Soest zu 60 Prozent zerstört, was heute aufgrund des historisierenden Wiederaufbaus nach dem Krieg auf den ersten Blick kaum mehr sichtbar ist. Treffpunkt ist unter den Rathausbögen. Die Teilnahme ist kostenfrei, es wird aber um Anmeldung im Stadtarchiv unter Telefon 02921 / 103-1240 gebeten. 

Am Mittwoch, 16. April 2025, folgt um 16 Uhr die Führung "Sicherung und Erhaltung der sakralen Kunstwerke aus St. Maria zur Wiese 1939 bis 1945", welche die herausragenden mittelalterlichen Kunstwerke ins Zentrum rückt, die den Krieg überdauert haben. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei.

Die Volkshochschule lädt dann für Mittwoch, 7. Mai 2025, um 19.30 Uhr zu einer Lesung im Haus Kükelhaus an der Nöttenstraße ein. Thema: "Verbrannte Wörter aus der NS-Zeit damals und heute". Der Eintritt ist frei, es wird aber um Anmeldung unter www.vhssoest.de oder telefonisch unter 02921/1333 gebeten.

Am exakten Jahrestag des Kriegsendes, nämlich Donnerstag, 8. Mai 2025, wird das Gedenken in Soest nichtöffentlich, aber dennoch mit enorm großer Beteiligung stattfinden: nämlich mit einer Schweigeminute in den städtischen weiterführenden Schulen und dem Verlesen eines Textes in den Klassen und Kursen. Zuvor wird das Kriegsende auch Thema im Unterricht sein. 

Während der gesamten Veranstaltungsreihe lädt die VHS darüber zum Besuch der Online-Ausstellung "Rechte Gewalt von 1918 bis heute" ein. Interessierte gelangen über die Website der VHS oder direkt unter https://rechte-gewalt.org zu dieser Ausstellung. 


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2025 0325 Gedenkprogramm 80 Jahre Kriegsende

©  Stadt Soest
2025 0325 Gedenkprogramm 80 Jahre Kriegsende

Stellten das Veranstaltungsprogramm in Soest zum Gedenken an das Kriegsende vor 80 Jahren vor (von links): Lucas Schäfer (Abteilungsleiter Schule und Sport der Stadt Soest), Ivana Lisek (Volkshochschule Soest), Inga Schubert-Hartmann (Vorsitzende des Kunstvereins Kreis Soest), Nadine Rudolph (Stadtarchiv), Werner Liedmann (Vorsitzender Gedenkstätte Französische Kapelle), Dr. Norbert Wex (Abteilungsleiter Kultur der Stadt Soest) und Günter Kükenshöner (Vorsitzender Verein für Geschichte und Heimatpflege Soest).