Meldungsdatum: 27.10.2025

Richtfest am neuen Soester Zentrum der digitalen Zukunft

Neubau für Volkshochschule, Digitales Lern- und Arbeitszentrum und Stadtwerke nimmt Gestalt an

Mit einem Richtspruch und sichtlicher Freude über den Baufortschritt feierten am Montag Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer, die Kommunalministerin des Landes Nordrhein-Westfalen Ina Scharrenbach sowie zahlreiche beteiligte Akteure das Richtfest für eines der derzeit bedeutendsten Bauprojekte in Soest: den Neubau an der Werkstraße, der künftig die Volkshochschule, das Digitale Lern- und Arbeitszentrum Soest und den neuen Unternehmenssitz der Stadtwerke Soest unter einem Dach vereinen wird.

Der moderne zweigeschossige Neubau mit einer Nutzfläche von rund 5.400 Quadratmetern steht nicht nur für eine neue räumliche Heimat dieser Einrichtungen, sondern auch für den Soester Weg in eine vernetzte, innovative Stadtgesellschaft. „Mit diesem Gebäude entsteht ein zentraler Ort für Bildung, Begegnung und digitale Innovation – ein Ort, an dem Soest Zukunft gestaltet“, sagte Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer in seiner Ansprache. Ina Scharrenbach, Ministerin für Kommunales, Heimat, Bau und Digitalisierung des Landes NRW, würdigte das Projekt als Vorbild dafür, wie Kommunen - gleich welcher Größe - Digitalisierung, Klimaschutz und Bürgernähe in Einklang bringen können.

Raum für Bildung, Innovation und Begegnung

Im Erdgeschoss finden künftig die Stadtwerke Soest, das Digitale Lern- und Arbeitszentrum (DiLAS) und das stadtLABOR Platz. Im Obergeschoss wird die Volkshochschule Soest moderne Lernräume beziehen und damit auch für ihre Kundinnen und Kunden enndlich barrierefrei erreichbar sein.

Das DiLAS soll dabei als Inkubator für digitale Innovationen dienen – ein Treffpunkt für Menschen aller Altersgruppen, die lernen, arbeiten und experimentieren möchten. Das Motto lautet: work, learn, try. Hier sollen Projekte aus Bildung, Wirtschaft und Verwaltung zusammenfinden, um den digitalen Fortschritt in der Region aktiv mitzugestalten. Bereits seit 2023 existiert das DiLAS als Einrichtung, es veranstaltet Workshops und Aktionen zu Themen wie Künstliche Intelligenz, 3D-Druck oder Design Thinking und beteiligt sich an lokalen Initiativen, um Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einzubeziehen.

Nachhaltig gebaut – digital gedacht

Auch baulich setzt das Projekt Maßstäbe. Die Fassade aus Natursteinklinker, ein begrünter Innenhof und eine Geothermieanlage zur Wärme- und Kälteversorgung unterstreichen den nachhaltigen Anspruch des Neubaus. Große Glasflächen sorgen für helle Räume, eine markante Freitreppe prägt das Eingangsfoyer. Der Haupteingang liegt auf der Ostseite zur Bahnhofsseite hin, mehrere Zugänge und Stellplätze für Fahrräder und Autos schaffen gute Erreichbarkeit. Die Statik ist auf eine spätere Aufstockung der Stadtwerke um bis zu zwei Geschosse ausgelegt. 

Die Baukosten betragen rund 24,7 Millionen Euro. Finanziert wird das Vorhaben nicht von der Stadt Soest alleine, sondern auch über Mittel aus der Städtebauförderung von Bund und Land sowie über das Programm „Regionale 2025“. Bereits im Jahr 2021 erhielt das Projekt die begehrte Drei-Sterne-Förderzusage. Insgesamt betragen die Fördermittel 11,2 Millionen Euro.

Ein Meilenstein auf Soests Weg zur Smart City

Die Idee zum DiLAS entstand im Rahmen der Digitalen Modellregion Südwestfalen, in der Soest eine von fünf Leitkommunen in NRW war. Aufbauend auf den dort entwickelten Projekten soll der Neubau künftig ein zentraler Treffpunkt für digitales Lernen, Coworking und Innovationsförderung sein – offen für alle Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Verwaltung. 

Städtebaulich setzen das Gebäude sowie das direkt daneben entstehende Parkhaus die Reaktivierung der Bahnhofsbrachflächen fort, die 2006 mit dem Ankauf des Areals durch die WMS begonnen hatte. Gemeinsam schaffen die Baukörper den notwendigen Lärmschutz, damit auf dem benachbarten Strabag-Gelände ein Wohnquartier entstehen kann. 

Mit der geplanten Fertigstellung im 4. Quartal 2026 wird das Gebäude ein sichtbares Symbol für Soests Wandlung zur modernen, vernetzten und lernenden Stadt. Oder, wie es die Ministerin beim Richtfest formulierte: „Hier entsteht ein Haus, das nicht nur gebaut, sondern gedacht ist – für die Menschen und Ideen von morgen.“


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2025 1027 Richtfest DiLAS

©  Stadt Soest
2025 1027 Richtfest DiLAS

Richtfest an der Werkstraße: Das neue Gebäude wird den Unternehmenssitz der Stadtwerke, das Digitale Lern- und Arbeitszentrum und die Volkshochschule beherbergen.


2025 1027 Richtfest DiLAS (2)

©  Stadt Soest
2025 1027 Richtfest DiLAS (2)

Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer und Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW, sprachen zum Richtfest an der Werkstraße Grußworte.