Meldungsdatum: 13.02.2026
Infoveranstaltung zum geplanten Rechenzentrum
Stadtverwaltung bereitet sachlichen Austausch mit Bürgerschaft und Fachbehörden vor
Das Vorhaben hat in der Öffentlichkeit zu Nachfragen und Bedenken geführt. Die Stadt nimmt diese Hinweise sehr ernst. Allerdings weist sie darauf hin, dass sie weder Eigentümerin der Flächen, noch Vorhabenträgerin oder zuständige Genehmigungsbehörde ist und daher nur eingeschränkt Auskunft zu fachlichen und genehmigungsrechtlichen Details geben kann. „Uns ist es jedoch wichtig, eine sachliche und transparente Information zu ermöglichen. Daher möchten wir mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung einen Rahmen schaffen, in dem die Projektbeteiligten und zuständigen Stellen als Experten die Planungen und Prüfverfahren ausführlich erläutern und Fragen direkt beantworten können, damit ein umfassendes Bild zu dem Sachverhalt entsteht“, betont Bürgermeisterin Monika Böttcher.
Die Abstimmung eines Termins mit den Beteiligten läuft derzeit. Zentrale Genehmigungs- und Prüfbehörde für solche Vorhaben ist das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt. Ein Vertreter der Behörde soll daher – ebenso wie Vertreter des zuständigen Planungsbüros und des hessischen Digitalministeriums – an der Informationsveranstaltung teilnehmen. Das RP wird insbesondere die Abläufe des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) erläutern. Dieses Verfahren ist für die Errichtung und den Betrieb bestimmter Anlagen erforderlich und dient dem Schutz von Mensch und Umwelt vor schädlichen Umweltauswirkungen wie Lärm, Luftverunreinigungen oder Erschütterungen. Aus Neutralitätsgründen hat das Regierungspräsidium Darmstadt einen Termin vor der Kommunalwahl am 15. März abgelehnt. Die Informationsveranstaltung soll dennoch zeitnah stattfinden.
Der Erste Stadtrat Karl-Heinz Kaiser (SPD) sieht in der Informationsveranstaltung eine Chance, die Diskussion rund um die geplante Energieversorgung des von EdgeConneX geplanten Rechenzentrums im Gewerbegebiet Ost zu versachlichen. „Die gewonnene Zeit bis zu einem Termin nach der Kommunalwahl gibt dem Vorhabenträger mit seinen Partnern die Möglichkeit, über alternative Lösungsansätze für das von den städtischen Gremien nicht gewünschte Kraftwerk und die dieselbetriebene Notstromversorgung nachzudenken“, so der Erste Stadtrat, der mit seinen Änderungsanträgen im Magistrat zu den beiden Rechenzentrumsprojekten eine stärkere Einbindung der städtischen Gremien ermöglicht hat. Er ist überzeugt, dass es weder für den Betreiber des Rechenzentrums noch für die Stadt von Vorteil sein wird, wenn die nach geltendem Recht durchgeführten Genehmigungsverfahren am Ende von Anliegern oder auch der Stadt Maintal beklagt werden.
Sobald der Termin für die öffentliche Veranstaltung feststeht, wird die Stadt ausführlich über Ort, Ablauf und Anmeldemöglichkeiten informieren.










