Meldungsdatum: 09.06.2026

Grüne Klimaoase am Nikolaiort: Stadt Osnabrück schafft kühlen Rückzugsort in der Innenstadt

Die Stadt Osnabrück wertet den Nikolaiort im Sommer mit einem innovativen Stadtmöbel auf. Ab 11. Juni, dem diesjährigen Hitzeaktionstag, zeigt die „Grüne Klimaoase“ auf rund 36 Quadratmetern, wie Klimaanpassung durch eine temporäre Installation auch in hochversiegelten Bereichen der Innenstadt erreicht werden kann. Das Pilotprojekt kombiniert einheimische Hölzer mit klimaresilienten Pflanzen und einer integrierten Vernebelungstechnik, um die Aufenthaltsqualität an heißen Tagen spürbar zu steigern.

Informationsstand zum Hitzeaktionstag

Mit der Realisierung setzt die Stadtverwaltung einen Beschluss des Rates um. Ziel ist es, das Thema der urbanen Klimaanpassung im öffentlichen Raum sichtbar und erlebbar zu machen. Die Klimaoase dient dabei als Ort der Erholung, Begegnung und Inspiration für alle Generationen. Anlässlich des Hitzeaktionstages am Donnerstag, 11. Juni, informiert die Stadt ab 10 Uhr mit einem Infostand direkt vor Ort über Möglichkeiten der Hitzevorsorge. In den Folgetagen wird das Beratungsangebot zudem auf den Osnabrücker Wochenmärkten fortgesetzt.

Praxiserfahrung für junge Menschen

Errichtet wird die Klimaoase durch die Auszubildenden mit der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau des Osnabrücker Servicebetriebs, die mit ihrem Einsatz wertvolle praktische Erfahrungen sammeln. Unterstützt werden sie durch Jugendliche der Jugendwerkstatt Dammstraße, die unter anderem mit der Bepflanzung, Pflege und Betreuung der Oase aktiv zu deren Erhalt beitragen.

Herausforderungen der urbanen Klimaanpassung

In hochverdichteten städtischen Bereichen ist Entsiegelung eine besondere Herausforderung, oft erschweren bestehende Leitungen im Untergrund, verschiedene Nutzungsansprüche und bauliche Gegebenheiten die Schaffung dauerhafter Grünbereiche. Die Grüne Klimaoase fungiert hierbei als mobiles und kompaktes Vorbild, wie auch kleine Naturflächen zur Verminderung städtischer Hitzeinseln beitragen. Parallel dazu entsiegelt die Stadt kontinuierlich weitere Flächen, um das Stadtklima langfristig zu verbessern.

Unterstützung durch lokale Partner

Die Realisierung des Projekts wurde durch die Unterstützung lokaler und regionaler Partner ermöglicht. Das Unternehmen Holz Becher trug mit einer Materialspende entscheidend zum Erfolg bei. Fachliche Expertise brachten zudem das Landschaftsarchitekturbüro Greenbox sowie die Firma Runge ein. Die Federführung lag bei der Stabstelle Klimaanpassung und Freiraum im städtischen Fachbereich Klima, Natur und Umwelt.

Weitere Informationen zur Hitzevorsorge sowie die „Kühle Karte für Hitzetage“ gibt es auf www.osnabrueck.de/klimaoase.

Pressekontakt: Constantin Binder | Telefon 0541 323-4556 | E-Mail binder@osnabrueck.de


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Aufbau der Klimaoase am Nikolaiort

©  Constantin Binder
Aufbau der Klimaoase am Nikolaiort

Der Aufbau der Klimaoase am Nikolaiort erfolgt teilweise bei Regen - da kann die integrierte Vernebelungstechnik ihre Stärke noch nicht ausspielen. An heißen Tagen wird sie die Aufenthaltsqualität jedoch spürbar steigern, zumal dann auch das Beet mit klimaresilienten Pflanzen begrünt sein wird.