Meldungsdatum: 03.07.2026
Nachdem bereits bekannt geworden war, dass sich der Baubeginn von 2026 auf 2029 verschiebt, ist die Deutsche Bahn in den Ausschuss eingeladen worden, um Politik und Öffentlichkeit über die Hintergründe aufzuklären. Für die Präsentation sind Markus Vierhaus, Gesamtverantwortlicher für das Maßnahmenbündel, und Achim Albrecht, Leiter Investitionsplanung und Segmentsteuerung Netz Hamm, angereist. Grund für die Verschiebung sei nach Achim Albrecht die Sicherstellung der Lieferketten eines systemrelevanten Halterner Industrieunternehmens. „Alternative Logistikkonzepte wurden geprüft und sind aufgrund der Qualitätsanforderungen sowie der bundesweiten Industrieabhängigkeiten nicht realisierbar“, führte er aus. Hinzu kommen die hohe Komplexität der Baumaßnahme und die erforderliche achtwöchige Sperrpause der Bahnstrecke, die derzeit nicht früher eingeplant werden kann. Ein weiterer Zeitverzug wird nach Einschätzung von Markus Vierhaus jedoch nicht erwartet, da vorbereitende Arbeiten bereits in den kommenden Jahren erfolgen. Erste Grunderwerbe seien erfolgt.
Künftig soll die Straße in einem Trog unterhalb der Bahnstrecke verlaufen. Aufgrund der Grundwasserverhältnisse ist hierfür der Bau einer wasserdichten Baugrube erforderlich. Diese aufwendige Bauweise macht eine rund achtwöchige Sperrpause der Bahnstrecke notwendig. Nach der Herstellung der Baugrube und dem Einbau von Hilfsbrücken kann der Bahnverkehr zunächst wieder aufgenommen werden. Nach dem späteren Einschub der Eisenbahnüberführung können die weiteren Arbeiten weitgehend unabhängig vom laufenden Bahnbetrieb durchgeführt werden.
Die Deutsche Bahn verwies zudem auf weitere geplante Maßnahmen entlang der Strecke. Demnach soll in Sythen zunächst im Jahr 2027 der Bahnsteig in Fahrtrichtung Dülmen modernisiert werden. Anschließend folgt die Sanierung des Bahnsteigs in Richtung Recklinghausen. Der Baubeginn für die Eisenbahnüberführung ist nach derzeitigem Stand für August 2029 angesetzt. Die achtwöchige Sperrpause ist für 2030 eingeplant. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme am Stockwieser Damm ist nach aktueller Planung für das dritte Quartal 2033 vorgesehen.
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