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Hanau, 18. Januar 2019
Mary Poppins und der Glöckner kommen nach Hanau
Intendant Engel verspricht ein grandioses Theater-Erlebnis mit den Brüdern Grimm

Was geschieht, wenn die Grenzen zwischen dem Reich der Märchen und der realen Welt durchlässig werden? Was wäre, wenn die eine Welt nicht ohne die andere könnte? Antworten auf diese Fragen gibt die fantastische Geschichte „Jakob und Wilhelm – Weltenwandler“, die am 10. Mai die 35. Saison der Brüder Grimm Festspiele als Musical eröffnet. Bekannte Musicalgrößen wie Jonas Hein oder Maria-Danae Bansen lassen die Figuren auf der Bühne lebendig werden, auch wenn ausnahmsweise keine der bekannten, von den beiden Brüdern gesammelten Geschichten im Mittelpunkt steht. Intendant Frank-Lorenz Engel hat sich für das kleine Jubiläum entschieden, dem Publikum etwas ganz Besonderes zu bieten und in dieser Spielzeit die Märchensammler selbst zu Wort kommen zu lassen.

„Es war einmal in den Tagen, bevor die ersten Kinder- und Hausmärchen aufgeschrieben und veröffentlicht waren.“ So könnte die märchenhafte Erzählung ganz klassisch beginnen… Die Brüder haben ihr Studium abgeschlossen und Wilhelm, der jüngere der beiden, will sich der Aufgabe widmen, die alten Volksmärchen vor dem Vergessen retten. Seine Argumente für dieses Projekt überzeugen aber weder das Kollegium der Marburger Universität noch seinen Bruder Jacob. Doch die Märchenwelt findet eigene Wege, den älteren der beiden doch noch von der Sinnhaftigkeit zu überzeugen. Ganz unverhofft steht Jacob plötzlich den Figuren, die sonst die Geschichten bevölkern, gegenüber. Weit weg vom heimatlichen Kassel findet er sich in einem fantastischen Wald wieder, inmitten von Rotkäppchen, Rumpelstilzchen, Rapunzel, sprechenden Tieren und anderen seltsamen Wesen. Und damit beginnt für beide Grimm-Brüder ein magisches und spannungsreiches Abenteuer, bei dem es am Ende darum geht, die Welt der Märchen und ihre eigene vor dem Untergang zu retten.

Die Regie für das Stück übernimmt ein in Hanau bekannter Name: Jan Radermacher ist seit seinem Debüt in 2014, als er den ersten Autorenwettbewerb für sich entscheiden konnte und mit seinem Buch zu dem Stück „Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen“ Publikum und Presse gleichermaßen begeisterte, regelmäßig bei den Festspielen dabei. Die von ihm inszenierten Stücke, für die er in aller Regel auch Text und Musik lieferte, avancieren regelmäßig zu Publikumsmagneten. In diesem Jahr zeigt Radermacher, der seit 2016 stellvertretender künstlerischer Leiter der Festspiele ist, eine neue Facette seines Könnens. Gemeinsam mit dem Choreographen Bart de Clercq wird er das Musical inszenieren.

Auch bei der Musik für den „Weltenwandler“-Stoff greift Intendant Engel wieder auf ein bewährtes Duo zurück. Marc Schubring als Komponist und Kevin Schröder als Autor der Liedtexte haben gemeinsam bereits zahlreiche Preise einheimsen können. Zuletzt mit ihren Melodien und Texten zum „Fischer und seine Frau“ konnten sie für bundesweite Furore sorgen, als ihnen dafür der Deutsche Musicalpreis verliehen wurde. Engel ist sich sicher, dass es den beiden gelingen wird, dem Musical 2019 eine ganz besondere Strahlkraft verleihen.

Musical-Fans werden auch mit Freude die ersten Namen der Besetzungsliste hören. Noch spielt Jonas Hein den Quasimodo im „Glöckner von Notre Dame“ in Stuttgart, doch in Hanau schlüpft er in die Rolle des Jacob Grimm. Hein, der bereits mit 16 Jahren sein Studium in Gesang, Schauspiel und Tanz an der Folkwang–Hochschule in Essen begonnen hat, gibt mit dieser Rolle sein Debüt in Hanau und freut sich nach eigenen Worten sehr darauf.

Maria-Danae Bansen, die bereits während des Studiums 2013 1. Platz im Bundeswettbewerb Gesang erringen konnte, spielt in Jacob und Wilhelm Weltenwandler die Rolle der Thalia, Gefährtin von Jacob im Märchenreich. Zur Zeit ist sie als Mary Poppins in Hamburg im Theater an der Elbe zu sehen.

„Mit Jacob und Wilhelm – Weltenwandler“ bieten wir dem Publikum eine außergewöhnliche Gelegenheit, die beiden bekannten Märchensammler aus einer ganz neuen Perspektive kennenzulernen“, verspricht Intendant Engel ein grandioses , Open-Air-Theater-Erlebnis im Amphitheater und erinnert daran, dass es sich bei den in Hanau gezeigten Inszenierungen in aller Regel um Uraufführungen handelt. „Die Stücke werden für unsere Bühne neu geschrieben. Das ist ein besonderes Kennzeichen der Hanauer Festspiele und dokumentiert unseren hohen Qualitätsanspruch.“

 

Hintergrund:

Mit den Brüder Grimm Festspielen ehrt die Stadt Hanau seit 1985 die deutschen Märchensammler und Sprachforscher Jacob und Wilhelm Grimm, die in Hanau geboren wurden. Jedes Jahr locken die preisgekrönten Festspiele rund 80.000 Besucher an. Bei den Grimm-Inszenierungen handelt es sich um Uraufführungen, die in den vergangenen Jahren mehrfach mit dem „Deutschen Musical Theater Preis“ ausgezeichnet worden sind. 2019 finden die 35. Festspiele mit den Stücken „Jacob und Wilhelm - Weltenwandler“ (Musical/Premiere am 10. Mai), „Die Bremer Stadtmusikanten“ (Familienstück mit Musik/Premiere am 1. Juni), „Schneewittchen“ (Schauspiel/Premiere am 8. Juni) sowie „Maria Stuart“ (Reihe Grimm Zeitgenossen/Premiere am 18. Mai) vom 10. Mai bis 28. Juli statt. Spielstätte ist das überdachte Amphitheater im Park von Schloss Philippsruhe. In der Reihe „Junge Talente“ wird in der Wallonischen Ruine außerdem „Die Leiden des Jungen Werther“ (Premiere am 19. Juli aufgeführt).

Weitere Informationen über die Brüder Grimm Festspiele gibt es im Internet unter www.festspiele.hanau.de. Tickets gibt es im Hanau Laden am Freiheitsplatz, an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Internet unter www.frankfurt-ticket.de oder auch unter der Telefonnummer 069 / 13 40 400. Die Festspiel-Tickets berechtigen zwischen dem 10. Mai und dem 28. Juli 2019 auch zum kostenfreien Eintritt ins GrimmsMärchenReich, dem neuen Mitmachmuseum im Schloss Philippsruhe.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929




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Jonas Hein



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