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23. Oktober 2019
Verwaltung will Freiflächen bewahren und entwickeln
Für Freiraumentwicklungskonzept sollen auch die Bürgerinnen und Bürger befragt werden
Braunschweig.

Die Stadtverwaltung erstellt derzeit ein Freiraumentwicklungskonzept und plant in diesem Rahmen in den kommenden Monaten auch eine online-Befragung der Bürgerinnen und Bürger. Dabei soll erfragt werden, welche Erwartungen und Wünsche die Bürgerinnen und Bürger an Freiflächen haben, sowohl generell wie auch in Bezug auf einzelne Flächen. Unter Freiflächen im öffentlichen Raum werden zum Beispiel Plätze, Parks, Grünflächen, Wald, Spielplätze, Kleingärten oder Friedhöfe verstanden.

 

Das Konzept soll sicherstellen, dass Freiflächen insbesondere unter den Aspekten Klimawandel, Artensterben, aber auch Gesundheitsfunktion und Erholungswert künftig weiter ausreichend bei der Stadtentwicklung in den Blick genommen werden. Dies ist auch angesichts eines zunehmend steigenden Bedarfs an Flächen für Wohnen und Gewerbe nötig (Stichwort: Innenentwicklung). Es geht dabei sowohl um die Sicherung als auch um die Weiterentwicklung der Freiflächen. Dazu werden Handlungsempfehlungen erarbeitet. Das Konzept findet Eingang in den Flächennutzungsplan und wird bei Bebauungsplänen herangezogen. Es soll im Laufe des nächsten Jahres fertiggestellt und dem Rat vorgelegt werden.

 

„Wir wissen aus den Ergebnissen von „Denk Deine Stadt“ und unserem Integrierten Stadtentwicklungskonzept, wie wichtig den Braunschweigerinnen und Braunschweigern ihre Parks und Grünflächen sind“, sagte Stadtbaurat Heinz Leuer. „Insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels und Artensterbens sowie Fragen der Gesundheitsvorsorge werden grüne Oasen und Freizeitflächen im Stadtgebiet immer wichtiger. Mit dem Bedarf an Wohnungsbau sind wir permanent in einer Abwägung, wie wir Flächen nutzen. Deshalb wollen wir uns systematisch ein Planungsinstrument erarbeiten, das uns Auskunft gibt über Freiflächen, ihre Vernetzung, Bedeutung und ihr Entwicklungs- und weiteres Vernetzungspotential.“

 

Leuer weiter: „Besonders wichtig ist uns dabei auch die Einschätzung der Bürgerinnen und Bürger, welche Flächen sie für Freizeit und Erholung nutzen, welche ihnen besonders wichtig sind und welche weiterentwickelt oder erschlossen werden sollten.“ Weitere Hinweise zur online-Befragung werde die Verwaltung zu gegebener Zeit mitteilen.

 

Ein wichtiger Aspekt ist etwa die Erreichbarkeit von Freiflächen. Zu fragen wäre zum Beispiel, ob sie im Einzelfall noch besser an Wohngebiete angebunden werden können und ihr Freizeit- und Erholungswert damit noch erhöht werden kann.

 

In einer Bestandsanalyse, die weitgehend abgeschlossen ist, werden in einem ersten Schritt Freiräume im Stadtgebiet nach Art und Funktion differenziert erfasst. Dabei werden u. a. auch Flächen mit klimatischen Funktionen und Naturschutzflächen ermittelt. Herauskommen soll dabei ein Gesamtbild, das Freiflächen in Bezug auf thematischen und funktionalen Schwerpunkte (Parks, Wald, Freizeit- und Erholungsflächen, Biotope, ökologische Flächen) in ihrer räumlichen Ausdehnung und Verteilung im Stadtgebiet zeigt.

 

Daraus sollen dann Handlungsempfehlungen für die Zukunft abgeleitet werden, welche Flächen besonders zu schützen sind und wie sie weiterentwickelt werden sollen. Die Handlungsempfehlungen werden grundsätzlicher Art sein, gleichzeitig sollen auch Aussagen und Vorgaben für konkrete Bereiche auf Ebene der Stadtbezirke getroffen werden.

 

 

 






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