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Hanau, 03. März 2020
„Ich liebe in Hanau“ vorsorglich verschoben
Neuer Termin für Benefiz-Veranstaltung im Staatspark Wilhelmsbad am 17. Mai

Gemeinsam haben sich die Stadt Hanau und die Veranstalter darauf verständigt, das Konzert „Ich liebe in Hanau“ zu verschieben. Ursprünglich für das kommende Wochenende geplant, hat man für die Veranstaltung, die ein deutliche Zeichen des Gedenkens der Opfer des rassistisch motivierten Anschlages vom 19. Februar setzen will, bereits einen neuen Termin gefunden. Jetzt soll das Konzert am Sonntag, 17. Mai, stattfinden.

„Wir haben den Termin aufgrund der aktuellen Corona-Situation vorsorglich verschoben“, sagte Claus Kaminsky, Oberbürgermeister der Stadt Hanau zu der Verschiebung. Zuvor hatte er gemeinsam mit der Ersten Kreisbeigeordneten und Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler über die Lage beraten. Simmler: „Wir haben uns mit der Stadt Hanau intensiv über die anstehenden Veranstaltungen ausgetauscht und jeweils das Für und Wider einer Absage sensibel abgewogen. Die Stadt Hanau hat daraufhin entschieden, das Konzert am Samstag abzusagen.“

„Seit heute wissen wir über das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises von einem bestätigten Corona-Fall in Hanau. Wir können die Dynamik, die noch folgt, nicht abschätzen, wollen aber mit dieser vorsorglichen Verschiebung vorbeugen“, erklärte Claus Kaminsky.

Mit ausschlagend für die Entscheidung war auch, dass der aktuelle Planungsstand heute noch eine Verschiebung des Konzertes erlaubt, ohne dass relevante Kosten auf die Veranstalter und die Stadt Hanau zugekommen wären. In diesem Kontext dankt Oberbürgermeister Kaminsky dem Land Hessen und „Schlösser und Gärten“ für die Bereitstellung des Staatsparks Hanau Wilhelmsbad und den vielen unterstützenden und beteiligten Firmen sowie den Sponsoren. Kaminsky weiter: „Auch diskutiert haben wir natürlich, ob wir unter diesen Vorrausetzungen die Übertragungen der Zentralen Trauerfeier für die Opfer des 19. Februar auf Marktplatz und Freiheitsplatz weiterhin anbieten sollen. Wir haben uns in Absprache mit der Staatskanzlei und Kreisgesundheitsamt dafür entschieden, die Übertragung anzubieten. Wir wissen, dass aufgrund der aktuelle Corona-Lage wahrscheinlich weniger Menschen auf den öffentlichen Plätzen der Übertragung auf den Großbildleinwänden verfolgen werden.“

Die Zentrale Trauerfeier wird am morgigen Mittwoch live im TV-Programm des Hessischen Rundfunks (17.15 bis 19.15 Uhr) übertragen werden. Die Zentrale Trauerfeier, an der Angehörige der Opfer, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier teilnehmen, findet im Congress Park Hanau statt.

Die Veranstalter des Konzertes „Ich liebe in Hanau“. Marc Merges und Rocky Musleh: „Das Konzert zu verschieben, ist zum jetzigen Zeitpunkt die einzig vernünftige Entscheidung. Wir bedanken uns bei allen Künstlern für ihre Zusagen und bei der Stadt Hanau, die uns sofort tatkräftig unterstützt hat – und auch weiterhin die Hilfe zugesagt hat.“ Oberbürgermeister Kaminsky: „Die Idee für das Konzert ist wunderbar, ein hervorragendes Zeichen aus der Hanauer Gesellschaft – dafür bedanke ich mich sehr herzlich. Wir werden das Konzert nachholen und sichern unsere Unterstützung als Stadt Hanau zu.“

„Wir sind Hanauer! Unser Zusammenleben funktioniert!“ – Diese Botschaft bewegt Rocky Musleh und Marc Merges dazu, ein deutliches Zeichen zu setzen für das friedliche Miteinander und gegen Rassismus, der einen Terroristen aus Hanau am 19. Februar zur Ermordung von neun Menschen trieb. Das nun verschobene Konzert sei eine „Herzensangelegenheit“, Hanau als eine Stadt zu zeigen, in der „kein Platz für Rassismus und Hass ist“. Sie sehen ein „großes Glück“ darin, in einer „bunten Stadt mit Menschen verschiedener Wurzeln“ zu leben.

Für Samstag hatten national renommierte und viele Hanauer Künstler – die ihren Verzicht auf Gage erklärt hatten – ihr Kommen zugesagt: Söhne Mannheims (ohne Xavier Naidoo), Sammy Deluxe und Afrob, Derya Yilderim und andere. Der Eintritt am Samstag wäre für die Besucherinnen und Besucher frei gewesen, als Ort stellten das Land Hessen und „Schlösser und Gärten“ den Staatspark Hanau Wilhelmsbad zur Verfügung.

 



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929

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