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08.11.2018 - Kreis Viersen Pressestelle


Berufskolleg Viersen ist „Schule ohne Rassimus“

Schulgemeinschaft zeigt klare Kante gegen Diskriminierung

Kreis Viersen.


Über 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer haben sich für Toleranz und gegen Rassismus ausgesprochen: Damit kann das Berufskolleg Viersen jetzt offiziell den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ tragen. Das entsprechende Emblem samt Urkunde hat der freie Mitarbeiter der Bundeskoordination, Wolfgang Brust, jetzt der Schule überreicht.

Die Schule verpflichtet sich damit zu einer offenen Auseinandersetzung mit Problemen und gegen jegliche Art von Rassismus, Diskriminierung und Gewalt. Diese Haltung soll durch regelmäßige Projekte zum Ausdruck kommen. „Der Titel ist keine Auszeichnung für geleistete Arbeit, sondern Selbstverpflichtung für die Zukunft“, erklärte Brust bei der Übergabe. „Das Schulnetzwerk wächst zurzeit rasant. Das zeigt, wie aktuell das Anliegen ist.“ Das Engagement der Schule lobte auch die Sozialdezernentin des Kreises Viersen, Katarina Esser: „Wenn rassistische Beschimpfungen langsam zur Normalität werden, dann ist es gut, dass Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer am Berufskolleg Viersen klare Kante zeigen.“ Schulleiter Karl-Heinz Greverath hob vor allem hervor, dass die Initiative maßgeblich von den Schülerinnen und Schülern selbst getragen wird: „Dass Schülerinnen und Schüler sich selbst verpflichten, sich Rassismus und Diskriminierung zu widersetzen und dies mit regelmäßigen Aktionen im Berufskolleg Viersen und darüber hinaus wachzuhalten, zeichnet uns als Schule besonders aus. Dafür bedanke ich mich sehr bei unserer Schülerschaft und bei den projektunterstützenden Kolleginnen.“

Das Berufskolleg Viersen mit seinen 2.400 Schülerinnen und Schülern zeichnet sich vor allem durch seine Vielfalt aus. Als Bündelschule mit fünf Bereichen steht es für Technikbegeisterte ebenso offen wie für kaufmännisch Interessierte oder für Jugendliche, die ihre Zukunft in den Bereichen Gesundheit oder Soziales sehen. Die Schule bietet auch jungen Leuten eine Chance, die noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben. Jeder dritte hat einen Migrationshintergrund, die Herkunftsfamilien stammen aus 55 unterschiedlichen Nationen. Angehörige von mindestens sieben verschiedenen Religionen bzw. Konfessionen besuchen das Berufskolleg Viersen. Die Tatsache, dass die Schülerinnen und Schüler sehr unterschiedlich sind, wird als Bereicherung verstanden. Jeder und jede soll gefordert und gefördert werden.

Der Wille „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu werden, ist aus einer motivierten Schülergruppe entstanden. Sie hat das Projekt bis zum Gelingen mitgetragen und unterstützt. Vor dem eigentlichen Start haben sie mit Sozialarbeiterin Ria Wiek sowie den Lehrerinnen Rebekka Pöpke und Kim-Sophie Haas ein Medienprojekt zum Thema Zivilcourage und Vorurteile durchgeführt. Darin haben die Schülerinnen und Schüler in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Viersen, dem Medienzentrum und dem Schulpsychologischen Dienst des Kreises Viersen Podcasts erstellt und inhaltlich zum Thema gearbeitet. Dies war auch der Startschuss für die Unterschriftenaktion.

Mit der Teilnahme an dem Netzwerk hat die Schulgemeinschaft zugesichert, mindestens ein Projekt im Jahr durchzuführen. Auftakt ist der Truck des katholischen Hilfswerks missio, der noch bis zum 9. November vor der Schule steht. In dem Truck bietet missio eine multimediale Ausstellung über verschiedene Stationen einer Flucht und eine Aufbereitung aller Themen, die damit zusammenhängen wie Flucht und Migration, Ressourcenkonflikte oder Menschenrechte. Damit sollen die Schülerinnen und Schüler Verständnis für die Ausnahmesituation bekommen, die viele der neuzugewanderten Schülerinnen und Schüler erfahren mussten.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Projekt von und für Schülerinnen und Schüler. Es bietet ihnen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln. Es handelt sich um das größte Schulnetzwerk in Deutschland, dem über 2.800 Schulen angehören (Stand: Oktober 2018), die von über eineinhalb Millionen Schülerinnen besucht werden. Seit diesem Jahr unterstützt das Kommunale Integrationszentrum die Schulen bei ihrem Engagement. Ansprechpartnerin ist Regionalkoordinatorin Zoi Niomanaki (Telefon: 02162 / 39-1719 – zoi.niomanaki@kreis-viersen.de).

 

„Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ im Kreis Viersen:

  1. Robert-Schumann-Europaschule, Willich, seit 2008
  2. Janusz-Korczak-Realschule, Schwalmtal-Waldniel, seit 2011
  3. Erasmus-von-Rotterdam Gymnasium, Viersen, seit 2013
  4. Gesamtschule Brüggen, Brüggen, seit 2015
  5. Schule an der Dorenburg, Grefrath, seit 2016
  6. Berufskolleg Viersen, Dülken, seit heute

Es gibt außerdem zwei weitere Schulen, die zurzeit Unterschriften sammeln, um sich für den Titel zu qualifizieren:

  1. Clara-Schumann-Gymnasium, Dülken
  2. Realschule an der Josefskirche, Viersen


Pressekontakt: Markus Wöhrl

Kontaktdaten:
Herausgeber:
Kreis Viersen - Der Landrat

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Rathausmarkt 3
41747 Viersen

Tel. 02162 / 39-1024
Fax 02162 / 39-1026
pressestelle@kreis-viersen.de
www.kreis-viersen.de

Dieser Meldung sind folgende Medien beigefügt:

BK Viersen Schule ohne Rassismus
©  - BK Viersen Schule ohne Rassismus Verstehen den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" als Verpflichtung zu einem offenen und respektvollen Umfang: Schulleiter Karl-Heinz Greverath (hinter dem Emblem) mit Schülerinnen und Schülern, den Schul-Koordinatorinnen und den weiteren Beteiligten. Foto: Kreis Viersen / Abdruck honorarfrei

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