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26.11.2018 - Stadt Mönchengladbach


Immer mehr sexuell übertragbare Infektionen: Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember startet das Gesundheitsamt eine Aufklärungsaktion in Gaststätten


Auch wenn die Zahl der HIV-Infektionen im vergangenen Jahr leicht gesunken ist: Auch in Deutschland stecken sich wieder deutlich mehr Menschen mit sexuell übertragbaren Erkrankungen wie Syphilis und Tripper an. Alleine beim Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach wurden seit Beginn des Jahres 2018 zehn Personen positiv auf Syphilis getestet. „Aus den Praxen der niedergelassenen Ärzte kommt noch Einiges hinzu. Die Dunkelziffer ist sehr hoch, da die Infektion oft zunächst symptomlos verläuft. Es ist davon auszugehen, dass nur ein Viertel tatsächlich diagnostiziert wird“, berichtet Ursula Backes, Ärztin und AIDS-Fachkraft beim Gesundheitsamt. Die allermeisten sexuellen Infektionen würden jedoch durch Chlamydien verursacht.

 

„Es ist wichtig, der Ausbreitung aller sexuell übertragbaren Infektionen entgegenzuwirken, da sie sich gegenseitig bahnen. Das bedeutet: Wer schon eine Infektion hat, bekommt umso leichter eine zweite“, so Backes weiter.

 

Anlässlich des diesjährigen Welt-AIDS-Tages starten die Gesundheitsämter in NRW deshalb eine landesweite Aktion. Auch Mönchengladbach ist dabei: „In verschiedenen Gaststätten im Stadtgebiet finden die Gäste Bierdeckel mit unserem Beratungs- und Untersuchungsangebot sowie einem Rezept zu ‚Safer Sex on the beach‘. Diese Bierdeckel sind selbstverständlich zum Mitnehmen gedacht“, verrät Susanne Schneider, Sozialarbeiterin und AIDS-Koordinatorin im städtischen Gesundheitsamt.

 

Informationen zur anonymen, vertraulichen und kostenfreien AIDS-Beratung im Gesundheitsamt finden sich auch unter: www.stadtmg.de/aids

 

Weltweit und auch in Deutschland nehmen sexuell übertragbare Infektionen deutlich zu. Syphilis und Tripper (Gonorrhoe), als bekannte Vertreter dieser Erkrankungen, haben nicht nur historisch ihre Opfer gefordert, sondern erleben ein imposantes Comeback. Die jährlichen Syphilis-Neuinfektionszahlen haben sich zwischen 2001 und 2015 vervierfacht und steigen weiterhin deutlich an. 7.200 Ansteckungen mit Syphilis wurden allein 2016 in Deutschland bekannt.

 

Besonders hoch ist die Zahl der Infektion mit Chlamydien: In Deutschland stecken sich jährlich bis zu 300.000 Menschen beim Sex mit diesen Bakterien an. Insbesondere Frauen droht hierdurch nicht selten eine Unfruchtbarkeit.

 

Tückisch ist, dass zwei Drittel aller sexuell übertragbaren Infektionen ohne deutliche Krankheitszeichen verlaufen. Dies hat zur Folge, dass die Infektion unerkannt sehr leicht übertragen wird und sich schwerwiegende Komplikationen wie Unfruchtbarkeit oder bösartige Tumore daraus entwickeln können.

 

Die Zahl der HIV-Infektionen ist 2017 leicht zurückgegangen. Grund dafür ist sicher die deutlich verbesserte medikamentöse Therapie, die, frühzeitig eingesetzt und konsequent eingenommen, dazu führt, dass die Patienten nicht mehr ansteckend sind.




Kontaktdaten:
Stadt Mönchengladbach - Stabsstelle Presse & Kommunikation
Rathaus Abtei - 41050 Mönchengladbach
Telefon (0 21 61) 25 20 81 - Telefax (0 21 61) 25 20 99
E-Mail: presse@moenchengladbach.de


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Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag
© Betelgejze - Adobe Stock - Hinweis zur Beratungsstelle in Mönchengladbach Zum Welt-Aids-Tag informiert das Gesundheitsamt auf Bierdeckeln über sein Beratungsangebot.

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Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag
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