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20.11.2020 - Stadt Leverkusen


Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2020


Am nächsten Mittwoch, 25.11.2020, wird zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen der unzähligen Frauen und Mädchen gedacht, die weltweit von Gewalt betroffen sind, weil sie Mädchen und Frauen sind. Aktionen wird es in diesem Jahr leider nur eingeschränkt geben können.

 

Trauriger Fakt aber ist: An fast jedem dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Und alle 45 Minuten wird – statistisch gesehen – eine Frau Opfer von vollendeter und versuchter gefährlicher Körperverletzung durch Partnerschaftsgewalt. Gewalt gegen Frauen äußert sich in vielen Formen, hinter allen stehen Straftaten: Stalking, Bedrohung, Freiheitsberaubung, sexueller Übergriff, Körperverletzung, Vergewaltigung bis hin zu Mord und Totschlag. Sowohl psychisch als auch physisch ausgeübte Gewalt hinterlässt tiefe Wunden bei den Opfern. Partnerschaftsgewalt findet meist hinter geschlossenen Haustüren, im Verborgenen, statt. Die Opfer werden nicht bemerkt oder trauen sich nicht, aus Angst vor den Konsequenzen, Anzeige zu erstatten.

 

Die vorherige Befürchtung, dass in der Zeit der Corona-Pandemie häusliche Gewalt zugenommen hat, scheint sich lokal leider zu bestätigen. So hat die Frauenberatungsstelle Leverkusen e. V. auch in der bestehenden Krisensituation betroffene Frauen weiterhin beraten und unterstützt. Bis Ende Oktober dieses Jahres wurden mit insgesamt 695 Frauen 823 Beratungsgesprächen geführt. Davon waren 337 Frauen von häuslicher Gewalt betroffen. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im letzten Jahr sind es damit in diesem Jahr fast 70 Fälle mehr, also rund 26 Prozent, in denen sich Frauen an die Leverkusener Interventionsstelle bei Häuslicher Gewalt gewendet haben. Das Frauenhaus in Leverkusen hat in diesem Jahr bereits 23 Frauen mit ihren Kindern aufgenommen. Auch 2020 war die Zahl an Hilfegesuchen von Frauen, die aus Kapazitätsgründen nicht im Leverkusener Frauenhaus aufgenommen werden konnten, sehr hoch: 152 Frauen mussten bislang abgewiesen und weitervermittelt werden. Zudem ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt als die Zahl der Fälle, die sich in den Beratungsstellen und im Frauenhaus melden oder die letztlich bei der Polizei angezeigt werden.

 

Laut aktuellen Auswertungen des Bundeskriminalamtes waren 2019 zu 81 Prozent Frauen von Partnerschaftsgewalt betroffen und zu 19 Prozent Männer. Die Hälfte der Opfer lebte zum Tatzeitpunkt mit dem Täter oder der Täterin in einem Haushalt (50,5 Prozent). Für Frauen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben, stellt sich oft die Frage einer Anzeigenerstattung. Direkt nach der Situation befinden sich viele körperlich wie seelisch in einem Ausnahmezustand und sie sind nicht in der Lage, zeitnah eine Entscheidung zu treffen. Im Rahmen der anonymen Spurensicherung, die in Leverkusen sowohl im Klinikum Leverkusen in Schlebusch als auch im St. Remigius Krankenhaus in Opladen kostenfrei möglich ist, können Spuren in der Rechtsmedizin bis zu zehn Jahre gelagert und eine Anzeige noch Jahre später erstattet werden. Für die Betroffenen ist es oft eine große Hürde, sich jemanden anzuvertrauen und fachliche Beratung in Anspruch zu nehmen.

 

Die Leverkusener Beratungsangebote sind wie folgt zu erreichen:

 

Frauenberatungsstelle Leverkusen e.V.

Birkenbergstraße 35

Telefon: 02171/28320

www.frauenberatungsstelle-leverkusen.de

 

Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt e.V.

Damaschkestraße 53

Telefon: 0214/206 15 98

www.frauennotruf-lev.de

 

Frauen helfen Frauen e.V.

Telefon: 0214/49408

www.frauenhaus-leverkusen.de

 

Seit kurzer Zeit gib es auch ein Beratungsangebot für Männer, die von Gewalt betroffen sind:

Hilfetelefon Gewalt an Männern

Telefon: 0800/123 99 00

www.maennerhilfetelefon.de

 



Pressekontakt: Julia Trick

Kontaktdaten:
Stadt Leverkusen - Pressestelle
Friedrich-Ebert-Platz 1
51373 Leverkusen

Telefon: (0214) 406-8860
Telefax: (0214) 406-8862
Mail: presse@stadt.leverkusen.de

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Samstag, 28. November 2020

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