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10.05.2022 - Stadt Leverkusen


Die freiwillige Biotonne kommt ab 1. Januar 2023 - Neues Bemessungssystem der Abfallentsorgungsgebühren


Mehr Gebührengerechtigkeit, Transparenz, Rechtssicherheit und Anreize zur Abfallreduzierung – das ist das Ziel des neuen Bemessungssystems der Abfallentsorgungsgebühren in Leverkusen. Mit dem neuen System können Bürgerinnen und Bürger Art und Größe ihrer Abfallbehälter an die tatsächlichen, individuellen Bedürfnisse ihres Haushalts anpassen.

In diesen Tagen erhalten deshalb alle Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer Post von der Stadt Leverkusen: Rund 34.000 Anschreiben werden verschickt, mit der beigelegten Eigenerklärung wird der Bedarf an Müllbehältern abgefragt.

Neu ist dabei, dass ab dem 1. Januar 2023 erstmals die freiwillige und gebührenfreie Biotonne genutzt werden kann. Wer sich für die Biotonne entscheidet, kann sein Restmüllvolumen auf ein Minimum reduzieren. Je weniger Restmüll, desto geringer die Gebühr.

„Mit der Einführung der freiwilligen Biotonne trägt Leverkusen aktiv zum Klimaschutz bei: Aus Bioabfall wird zukünftig 100 Prozent erneuerbare Energie aus der Region und nährstoffreicher Kompost“, erklärt Umweltdezernent Alexander Lünenbach. Im Vergärungsverfahren im AVEA-Entsorgungszentrum in Lindlar entsteht aus dem Bioabfall Biogas, das in Biostrom umgewandelt wird. „Diese erneuerbare Energie macht uns ein Stück weit unabhängiger von fossilen Rohstoffen“, betont Alexander Lünenbach, „das ist in diesen Zeiten ganz besonders wichtig“.

Für Irene und Matthias Manderfeld steht bereits fest, dass sie die Biotonne bestellen, sie freuen sich sehr auf die Einführung der freiwilligen Biotonne. Die Familie nutzt aktuell das bestehende Bringsystem, „aber wir sind froh, wenn wir die Bioabfälle nicht mehr zur Sammelstelle bringen müssen, sondern sie einfach und bequem in der Biotonne entsorgen können“.

Die Biotonne
Ab dem 1. Januar 2023 wird das bewährte Abholangebot in Leverkusen um die freiwillige und gebührenfreie Biotonne ergänzt. Bundesweit schreibt der Gesetzgeber die getrennte Sammlung von Bioabfällen vor. Diese sollen nicht über die Restmülltonne entsorgt werden. Und eigentlich sind Küchenabfälle und Grünschnitt auch viel zu schade für den Restmüll. Richtig gesammelt, sortiert und verwertet hilft Bioabfall dabei Klima und Umwelt zu schützen.  

  • Bioabfall ist wertvoller Rohstoff, aus dem zunächst Biogas entsteht, das dann in Biostrom umgewandelt wird.
  • Außerdem wird aus dem Bioabfall hochwertiger Bergischer Kompost, der den Boden verbessert, künstlichen Dünger ersetzt und damit die Umwelt schont.    
  • Bei der freiwilligen Nutzung der Biotonne kann das Restmüllvolumen auf bis zu 20 Liter pro Person gesenkt werden.
  • Biogene Küchenabfälle und (kleinteiliger) Grünschnitt werden alle zwei Wochen frei Haus abholt.

So funktioniert das neue Gebührensystem

  • Ab dem 01.01.2023 wird der bisherige Personenmaßstab durch eine Kombination aus Grund- und Leistungsgebühr ersetzt.
  • Die Grundgebühr wird je Grundstück - unabhängig von einer gemeldeten Personenzahl - festgesetzt und beträgt 30 Euro/Jahr. Die Grundgebühr wird auch fällig, wenn das Grundstück zeitweilig nicht bewohnt/genutzt wird.
  • Die Leistungsgebühr richtet sich nach dem Grad der tatsächlich in Anspruch genommenen Leistung. Sie berechnet sich anhand des beantragten und/oder zur Verfügung stehenden Restmüllbehältervolumens.
  • Für die Biotonne fallen keine zusätzlichen Gebühren an.
  • Für die Altpapierentsorgung wird ein gebührenfreies Grundvolumen zur Verfügung gestellt. Dieses entspricht im Regelfall dem doppelten Restmüllvolumen. Darüberhinausgehendes Volumen wird mit circa 0,10 Euro pro Liter berechnet.
  • Bei Nutzung der Biotonne kann das Restmüllvolumen reduziert werden, entsprechend werden neue, zusätzliche Behältergrößen (40 und 80 Liter) angeboten.
  • Für die exakte Gebühr je Liter Restmüll gibt es derzeit nur vorläufige Kalkulationen. Genauere Berechnungen sind erst nach Eingang aller Eigenerklärungen möglich. Nach derzeitigem Kenntnisstand beträgt die Gebühr je Liter circa zwischen 3,18 und 3,52 Euro bei vierzehntäglicher Leerung.

Online-Berechnungshilfe zur Unterstützung
Einen Überblick, welche Behältergrößen je nach Größe des Haushalts genutzt werden können und welche Kosten entstehen, gibt eine Online-Berechnungshilfe.
Sie ist unter www.bioabfall-lev.de zu finden. Schritt für Schritt werden die Nutzerinnen und Nutzer hier durch die Wahl der Abfallbehälter – Biotonne, Restmüll und Papiermüll – geführt. Am Ende wird die voraussichtliche Abfallgebühr angezeigt.

Zeitplan
Die Eigenerklärungen müssen bis zum 15. Juni ausgefüllt zurückgeschickt werden, die Angaben benötigt die AVEA, um unter anderem die Biotonnen und zusätzliche Behältergrößen für Restmüll bestellen zu können. Die Auslieferung der Biotonnen und der Austausch der Restmülltonnen ist seitens der AVEA ab Dezember geplant. „Für die AVEA wird dies eine logistische Herausforderung“, verdeutlichen Michael Czyborra und Ludger Bongartz, bei der AVEA zuständig für Abfallwirtschaft und Logistik.

Die Nutzung der Biotonne wird in den nächsten Monaten mit einer Öffentlichkeitskampagne begleitet. Geplant sind Werbemaßnahmen sowie Infostände auf Märkten und Festen, um die Vorteile der Biotonne zu verdeutlichen. 

Auf der Homepage www.bioabfall-lev.de finden Interessierte Wissenswertes rund um die Biotonne. Außerdem sind dort neben der Berechnungshilfe alle Anträge, Erläuterungen und ein FAQ als Hilfe zum Ausfüllen der Eigenerklärung zu finden.



Pressekontakt: Julia Trick

Kontaktdaten:
Stadt Leverkusen - Pressestelle
Friedrich-Ebert-Platz 1
51373 Leverkusen

Telefon: (0214) 406-8860
Telefax: (0214) 406-8862
Mail: presse@stadt.leverkusen.de

Dieser Meldung sind folgende Medien beigefügt:

Ab nächstem Jahr kommt die freiwillige Biotonne
©  - Ab nächstem Jahr kommt die freiwillige Biotonne Matthias (links) und Irene Manderfeld nutzen bereits das Bringsystem für Bioabfälle und freuen sich sehr auf die Einführung der Biotonne. Deren Vorteile stellte Umweltdezernent Alexander Lünenbach im Rahmen eines Pressetermins vor.

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